Die Tigermücke ist mittlerweile auch in unseren Breitengraden heimisch. Foto: Pixabay

Kreis Mettmann. Stechmücken können einem nicht nur den Schlaf rauben, sondern auch Krankheiten übertragen. Das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann rät deshalb zur Prävention und gibt praktische Tipps.


Der Klimawandel betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen. Immer mehr Arten breiten sich in neuen Regionen aus, darunter tropische Stechmücken. Sie kommen ursprünglich aus deutlich wärmeren Gebieten, wurden inzwischen aber auch in Teilen Süd- und Mitteleuropasnachgewiesen. Einige Exemplare schaffen es auch bis an den Rhein bei Bonn.

Das Gesundheitsamt warnt insbesondere vor der Tigermücke. Sie ist an ihren weiß gestreiften Hinterläufen und einer silbrig schimmernden Linie auf dem Rücken zu erkennen. Sie wird etwa zwei bis zehn Millimeter groß.

Ansteckung mit Dengue-, Geld oder Nil-Fieber möglich

„Stechmücken wie die Tigermücke stellen eine Herausforderung für die menschliche Gesundheit dar, da sie bestimmte Infektionskrankheiten übertragen können“, erklärt Dr. Ruzica Susenburger-Lange, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Dazu zählten unter anderem Dengue-Fieber, Gelbfieber und das West-Nil-Fieber. „Infektionen mit diesen Erregern können ohne Symptome, aber auch mit hohem Fieber und teils schweren Krankheitsverläufen einhergehen. Infektiologisch wird das Risiko derzeit noch als gering eingestuft, kann aber aufgrund von Reiseaktivitäten und dem Klimawandel langfristig ansteigen.“ Umso wichtiger ist es, die Ausbreitung der Mücken einzudämmen. Stechmücken legen ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab, etwa in offenen Regentonnen, Blumentopfuntersetzern, Eimern oder auch in stehenden Gewässern wie Teichen.

Das Kreisgesundheitsamt empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Offene Wasserbehälter abdecken (z. B. mit Netzen oder Deckeln) oder vollständig entleeren und umdrehen
  • Unbenutzte Gegenstände im Freien entfernen, in denen sich Regenwasser sammeln kann (z. B. Spielzeug)
  • Wasseransammlungen regelmäßig beseitigen
  • Abflüsse sauber halten und regelmäßig spülen, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann
  • Verdächtige Funde – etwa von Tigermücken – fotografieren und über entsprechende Plattformen melden

“Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren und ein Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten”, so das Kreisgesundheitsamt abschließend.