
Velbert. Die Ratsfraktion Velbert Anders hat angekündigt, in der Ratssitzung am 24. März einen Antrag zur Ausweitung des Böllerverbots in Velbert einzubringen.
Zum letzten Jahreswechsel galt in der Altstadt von Velbert-Langenberg ein Böllerverbot. Die Ratsfraktion Velbert anders will “eindeutig positive Rückmeldungen” aus der Bürgerschaft vernommen haben: “Weniger Lärm, weniger Stress – insbesondere für Tiere, Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen.”
Velbert Anders möchte mit ihrem Antrag das Böllerverbot räumlich ausweiten und weiterentwickeln. “Der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt steht dabei für uns klar im Vordergrund. Jährlich erreichen uns zahlreiche Berichte über verängstigte Haustiere, verirrte Wildtiere und massive Belastungen für besonders schutzbedürftige Menschen. Das darf nicht einfach als ‘unvermeidlich’ hingenommen werden”, heißt es aus der Fraktionsspitze.
Konkret schlägt Velbert Anders “den Erlass einer kommunalen Feuerwerksverordnung, die das private Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen (Kategorie F2) im öffentlichen Raum untersagt” vor. Alternativ, “falls ein vollständiges Verbot nicht
umsetzbar ist”, könne über die “Einrichtung ausgewiesener, kontrollierter Zonen” entschieden werden. Parallel dazu wird eine “Aufklärungskampagne über Risiken, Umweltschäden und Alternativen (z. B. Lichtshows oder Laserevents)” angeregt.
Dabei gehe es nicht um Verbote um jeden Preis, sondern um mehr Rücksichtnahme und Verantwortung. “Ein moderner Umgang mit Traditionen bedeutet auch, diese weiterzuentwickeln – dort, wo sie nachweislich Schaden anrichten”, erklärt die Vorsitzende Sandra Böhm. Dabei sieht sie einen großen Teil der Bevölkerung hinter sich, denn Hintergrund für den Antrag seien zahlreiche Hinweise und Anregungen aus der Bevölkerung gewesen, die die Fraktion zu diesem Schritt ermutigt hätten.
“Die Beratung des Antrags am 24. März bietet die Chance, eine sachliche und zugleich empathische Debatte über Lebensqualität, Sicherheit und Tierschutz in unserer Stadt zu führen”, so Böhm abschließend.

