Die Polizei warnt vor Internetbekanntschaften, die vorgeben, plötzlich in Geldnot zu sein. Symbolfoto: Polizei

Velbert.  Eine 61-Jährige ist über mehrere Monate von einem sogenannten Love-Scammer betrogen worden. Das meldet die Polizei, zugleich wird ausdrücklich vor der Masche gewarnt.


Am Samstag, 18. April, erschien eine 61-Jährige auf der Polizeiwache Velbert und schilderte, dass sie über eine Social-Media-Plattform einen Mann kennengelernt habe, der vorgab, aus Frankreich zu stammen. Seit mehreren Monaten habe man über einen Messenger-Dienst in regem Kontakt gestanden und es habe sich eine intensive Beziehung mit gemeinsamen Zukunftsplänen ergeben.

“Der Mann gab vor, sehr vermögend zu sein, berichtete ihr schließlich jedoch von akuten Geldproblemen”, schildert die Polizei den Fall. Am Ende soll die Velberterin ihrer Internetbekanntschaft in mehreren Transaktionen insgesamt eine geringe fünfstellige Summe überwiesen haben.

Als weitere Geldforderungen kamen, wurde die 61-Jährige misstrauisch und begab sich zur Polizeiwache, wo der Betrug aufgedeckt wurde. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche der sogenannten “Love-Scammer” und gibt folgende Ratschläge, um Betrüger zu entlarven:

  • Überprüfen Sie den Namen Ihrer Internetbekanntschaft mit dem Zusatz “Scammer” mittels einer Internet-Suchmaschine.
  • “Bilder Ihres Internet-Partners/-Partnerin können Sie mithilfe der “Bilder-Rückwärtssuche” hinsichtlich der Herkunft überprüfen.
  • Nutzen Sie selbst eine alternative E-Mail-Adresse für Dating-Portale oder die Kommunikation mit der Internet-Bekanntschaft. So bleibt Ihr Hauptmail-Account im Falle
    einer notwendigen Löschung geschützt.
  • Seien Sie sparsam mit dem Versenden und Preisgeben eigener Daten (Klarname, Adresse, Bild-/ u. Videodateien).
  • Überweisen Sie keine Gelder an Personen, die Sie nur im Internet und nie persönlich kennen gelernt haben.