Axel Welp (Mitte) verlässt zum Ende des Monats den Wülfrather Stadtrat. Links Fraktionsvorsitzender Manfred Hoffmann, rechts Ortsvereinsvorsitzender Niels Sperling. Foto: Kling

Wülfrath. Nach 34 Jahren verlässt Axel C. Welp den Rat der Stadt Wülfrath. Sein Fazit: „Unter dem Strich hat es mehr Spaß gemacht als Frust.“

Seit 1986 ist Axel Welp Mitglied der SPD, seit 1989 gehört er dem Rat der Stadt an.

„Alles hat ein Ende“, sagte Welp heute bei einer Pressekonferenz der Wülfrather SPD. Zwei Todesfälle im nahen familiären Umfeld hätten ihn zum Nachdenken gebracht, erzählte der 67-Jährige. In den 34 Jahren Ratsmitgliedschaft habe seine Frau ihm oft den Rücken freigehalten, jetzt wolle er etwas zurückgeben. „Ich war auch schon im Reisebüro“, verriet Welp.

Stadtplanung ist Welps politisches Steckenpferd. Dass die stillgelegten Steinbrüche Schlupkothen und Bochumer Bruch seinerzeit unter Naturschutz gestellt wurden, habe zuvor im Wahlprogramm der SPD gestanden. Diese Entwickung habe erst die Entstehung des Zeittunnels möglich gemacht. Überhaupt sieht Welp es als Aufgabe an, die Stadt weiter für den Tourismus zu öffnen, den er „mein Lieblingsthema“ nannte.

Unzufrieden ist er nach eigenen Angaben über die „mangelnde Bereitschaft, sozialen Wohnungsbau zu forcieren“, da gebe es noch viel zu tun.

Seine Mandate im Kreistag und beim VRR will Welp vorerst weiter wahrnehmen.

Fraktionsvorsitzender Manfred Hoffmann bezeichnete den Rückzug seines Stellvertreters Axel Welp als Verlust für die Fraktion, Ortvereinsvorsitzender Niels Sperling nannte Welp, der in den 90er Jahren selbst einmal Vorsitzender des Ortsvereins war, ein „politisches Schwergewicht“, das der Fraktion künftig fehlen werde.

Axel Welp will nach eigenen Worten jedenfalls „keine Ratschläge von der Seitenlinie“ geben. Als Nachrücker für den Stadtrat steht Hans van Hueth auf des Reserveliste. Die SPD-Führung wusste aktuell noch nicht, ob van Hueth das Mandat wahrnehmen wird.

Manfred Hoffmann will der Fraktion Niels Sperling als neuen Stellvertreter vorschlagen.