Wülfrath. Die Schulhöfe der städtischen Schulen sollen nach Ansicht der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wülfrath besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden. Mit einem Prüfauftrag für den Ausschuss Bildung und Sport sowie den Ausschuss Klima und Umwelt soll die Verwaltung das Potenzial für Begrünungs-, Entsiegelungs- und weitere Hitzeschutzmaßnahmen an allen Schul-standorten untersuchen.
„Stark versiegelte Schulhöfe heizen sich an heißen Tagen besonders auf und bieten Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten häufig nur unzureichenden Schutz vor direkter Sonneneinstrah-lung“, begründet die CDU ihren Vorstoß. Gerade Kinder würden zu den Personengruppen gehören, die auf hohe Temperaturen besonders empfindlich reagieren.
Geprüft werden sollen unter anderem der Versiegelungsgrad der Flächen, bereits vorhandene Grün- und Schattenbereiche sowie Möglichkeiten zur Entsiegelung und Begrünung. Darüber hinaus müssten Maßnahmen wie zusätzliche Baumpflanzungen, Sonnensegel, begrünte Pergolen, Fassaden- und Dachbegrünungen, Trinkwasserspender und die Schaffung weiterer beschatteter Aufenthaltsbereiche bewertet werden. Auch das Regenwassermanagement sei dabei zu berücksichtigen. Ziel ist es, Niederschlagswasser künftig besser versickern oder speichern zu können und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Vorsorge gegen Starkregen zu leisten.
Die CDU fordert außerdem eine Prioritätenliste für die einzelnen Schulstandorte. Berücksichtigt werden sollen dabei unter anderem die Hitzebelastung, die Zahl der Schülerinnen und Schüler, der bauliche Zustand sowie der zu erwartende Nutzen der Maßnahmen. Ergänzend soll die Verwaltung erste Kostenschätzungen, einen möglichen Umsetzungszeitplan und geeignete Förderprogramme von Bund, Land und Europäischer Union aufzeigen.
Nach Auffassung der Unionsfraktion können begrünte und naturnah gestaltete Schulhöfe nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch die Aufenthaltsqualität erhöhen, die Biodiversität fördern und zusätzliche Lern- und Bewegungsräume schaffen. Schulleitungen, Schüler- und Elternvertre-tungen müssten deshalb frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.


