Paula Zwilling bei ihrer Ehrung im März mit SPD-Vorsitzendem Niels Sperling, Sohn Peter Zwilling, Kerstin Griese MdB und stv. Bürgermeister Wolfgang Preuß (v.l.). Foto: SPD

Wülfrath. Die Wülfrather SPD hat Paula Zwilling geehrt, die der Partei seit 50 Jahren angehört. Paula Zwilling war die erste stellvertretende Bürgermeisterin, die Wülfrath hatte.


Seit einem halben Jahrhundert engagieren sich Paula Zwilling, Ulrike Lanz und Thomas Vogt in der SPD. Sie traten der Partei vor 50 Jahren bei und halten ihr bis heute die Treue.

Auf eine große Jubilarfeier musste aus gesundheitlichen Gründen verzichtet werden. Dennoch ließ es sich die Partei nicht nehmen, Paula Zwilling im kleinen privaten Rahmen zu ehren. Die 94-Jährige zeigte sich sichtlich gerührt, als ihr für das jahrzehntelange Engagement gedankt wurde. Zu den Gratulanten gehörten die Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin Kerstin Griese, der Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD Wülfrath Niels Sperling sowie der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Preuß.

Paula Zwilling prägte die Sozialdemokratie in Wülfrath über viele Jahre hinweg. Ende der 1970er-Jahre gehörte sie zu den bekanntesten Gesichtern der örtlichen SPD. Im Jahr 1984 wurde sie als erste Frau zur stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt gewählt. Kerstin Griese erinnerte bei der Ehrung an diese Zeit sowie an Zwil­lings langjähriges Wirken im Rat der Stadt Wülfrath. Ihren Wahlkreis gewann sie stets direkt und galt als verlässliche Ansprechpartnerin für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.

Für ihr langjähriges Engagement wurde Paula Zwilling mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Neben der kommunalpolitischen Arbeit lag ihr insbesondere die Gleichberechtigung der Frauen am Herzen. Bereits in den 1970er-Jahren setzte sich die Betriebsrätin für gleiche Rechte und gleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein.

SPD-Vorsitzender Niels Sperling würdigte den Einsatz der Jubilarin bis ins hohe Alter. Paula Zwilling sei über viele Jahre eine feste Größe in der Partei gewesen. Als erste stellvertretende Bürgermeisterin habe sie ein wichtiges Zeichen für die Gleichberechtigung gesetzt und Frauen in der Kommunalpolitik eine starke Stimme gegeben.

Neben einer Ehrenurkunde und der goldenen Ehrennadel überreichte Kerstin Griese eine persönliche Glückwunschkarte der beiden Bundesvorsitzenden der SPD, Bärbel Bas und Lars Klingbeil.

Im Anschluss trafen sich die Wülfrather Genossinnen und Genossen in der Gaststätte Zum alten Rathaus, um auf die Jubilare anzustoßen und mit Kerstin Griese über bundes- und kommunalpolitische Themen zu sprechen.