Gruppenbild mit Beethoven vor dem Rathaus in Bonn. Foto: AWO

Wülfrath. Mit 50 Wülfratherinnen und Wülfrathern hat die AWO die Ausstellung zur deutschen Geschichte nach 1945 im Haus der Geschichte in Bonn besucht.


In zwei Gruppen und begleitet von zwei Experten tauchten die Kalkstädter in die unterschiedlichen Entwicklungen der beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ein: in die erneute Diktatur im Osten Deutschlands mit Flucht und Verfolgung bis zum Mauerbau sowie in das Wirtschaftswunderland Bundesrepublik mit der Westorientierung Konrad Adenauers und der vorsichtigen Öffnung nach Osten durch Willy Brandt.

Auch die erkämpfte Freiheit der Menschen in der DDR, die letztlich zum Fall der Mauer führte, und die schwierigen Jahre des Zusammenwachsens der beiden deutschen Staaten waren Themen der Führung. Spannend war für die Teilnehmer der Tagesfahrt zu hören, wie einige derjenigen, die nach der Vereinigung nach Wülfrath kamen, diese geschichtliche Entwicklung aus der Sicht ihrer Sozialisation in der DDR erlebt hatten.

Die Vorträge der beiden Experten widmeten sich zudem der Entwicklung der Demokratie in Deutschland. Dabei ging es um Fluchtbewegungen, die wirtschaftliche Situation, den gefühlten Niedergang und die damit verbundene Schwarzmalerei sowie um den Aufstieg rechter Parteien, nicht nur in der Bundesrepublik.

Das letzte Bild der Dauerausstellung widmet sich den demokratischen Grundrechten wie Würde, Presse- und Meinungsfreiheit, Gleichheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Freizügigkeit. Diese Rechte gelte es zu bewahren und für sie zu streiten und zu kämpfen.

Doch nicht nur die Demokratie stand im Mittelpunkt der Reise. Auch die Stärkung von Leib und Seele kam nicht zu kurz. Ein Besuch im Bonner Münster gehörte ebenso zum Programm wie ein Bummel durch die Stadt und den Hofgarten. Abgeschlossen wurde der Ausflug mit einem Gruppenfoto vor dem Bonner Rathaus.