Die Wülfrather Sporthalle in der Fliethe. Foto: Kling
Die Wülfrather Sporthalle in der Fliethe. Foto: Kling

Wülfrath. Um das Thema Werbung auf dem Boden der Sporthalle Fliethe ging es in einem Gespräch zwischen der Stadtverwaltung und dem Vorstand des Turnerbundes Wülfrath.


„Der TBW hat eine besondere Bedeutung für das sportliche Leben in Wülfrath. Mit seinem breiten Sportangebot für Menschen aller Altersgruppen ist der Verein der größte Verein der Stadt“, erklärt Bürgermeister Sebastian Schorn in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zu dem Thema. „Insbesondere die Handballabteilung genießt weit über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung. Die Damenmannschaft spielt seit Jahren erfolgreich in der 3. Liga und repräsentiert Wülfrath als sportliches Aushängeschild überregional. Entsprechend groß ist die Wertschätzung der Stadt für das ehrenamtliche Engagement und die wichtige Arbeit, die der Verein für die Gemeinschaft leistet.“

Der Stadtverwaltung sei bewusst, dass der Verein auf Werbeeinnahmen angewiesen ist, um den Spielbetrieb und die Vereinsarbeit langfristig sicherzustellen. Die Stadt unterstütze dies ausdrücklich.

Im Gespräch konnte nach Angaben der Stadt ein Kompromiss gefunden werden: Künftig sollen 13 statt bisher 17 Werbebodenaufkleber genutzt werden. Ergänzend sollen weitere Werbemöglichkeiten geprüft werden, beispielsweise digitale Einblendungen bei Übertragungen sowie Werbeflächen an den Hallenwänden.

In der Mitteilung heißt es weiter: „Die Bodenaufkleber sollen künftig saisonal angebracht und nach der jeweiligen Spielzeit wieder entfernt werden. Hintergrund sind die besonderen Anforderungen des hochwertigen Hallenbodens. Insbesondere während der Sommermonate kann Sonneneinstrahlung dazu führen, dass sich Klebstoffe dauerhaft mit dem Boden verbinden und sich die Aufkleber später nicht mehr rückstandsfrei entfernen lassen.

Zudem würde ein dauerhaftes Verbleiben der Aufkleber zu einem ungleichmäßigen Bodenabrieb führen. Auch Sicherheitsaspekte spielten bei den Überlegungen eine Rolle, da die Aufkleber eine andere Oberflächenbeschaffenheit als der eigentliche Hallenboden aufweisen.

Darüber hinaus stellt der neue Hallenboden eine erhebliche Investition der Stadt dar. Die Verwaltung ist verpflichtet, dessen Nutzungsdauer möglichst lange zu erhalten und Folgekosten durch Beschädigungen zu vermeiden. Auch mögliche Hersteller- und Gewährleistungsanforderungen sind zu berücksichtigen.“

Die Reduzierung der Werbeflächen dient außerdem dazu, die Sichtbarkeit der Spielfeldmarkierungen aller Sportarten sicherzustellen. Als kommunale Schulsporthalle steht die Halle sowohl den Schulen als auch den Vereinen zur Verfügung. Die Stadt ist daher verpflichtet, die Interessen aller Nutzergruppen zu berücksichtigen.

Ein weiterer Gesprächspunkt war die Gestaltung der Linierungen. Ziel ist eine möglichst übersichtliche und gut erkennbare Hallensituation. Für die Badmintonfelder wurde bereits eine durchgehende Linierung in gedeckten Farben vereinbart. Die Verwaltung prüft derzeit, ob dies auch für Volleyball und Basketball umgesetzt werden kann. Auch hierbei sind die Vorgaben der einzelnen Nutzungsarten zu berücksichtigen.

Die Stadtverwaltung wird die vereinbarten Prüfaufträge vornehmen und die Ergebnisse dem TBW zur weiteren Abstimmung zur Verfügung stellen.