Zeichen gegen Vorurteile: Hanaa EL-Kayed, Angela Sprink und Bürgermeister Rainer Ritsche haben heute den ersten Bodenaufkleber vor dem Eingang zum Rathaus angeklebt. Foto: Kling

Wülfrath. Heute am 18. März 2021 findet bundesweit der „Aktionstag Vorsicht, Vorurteile! Wir setzen ein Zeichen gegen Rassismus“, statt. Wülfrath macht mit.

Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendhauses haben heute Morgen zusammen mit Rainer Ritsche den ersten Bodenaufkleber als Zeichen gegen Vorurteile vor den Eingang des Wülfrather Rathauses geklebt. „Zuviele gehen einfach über mich hinweg“, steht in roter Schrift auf knallgelbem Untergrund. Darunter steht: „Rassismus ist ein echtes Problem in Deutschland. Und fängt mit Vorurteilen an. Doch nur, wer sie sich bewusst macht, kann sie überwinden.“

„Rassismus gibt es auch in Wülfrath“, sagte Bürgermeister Ritsche bei der Vorstellung der Aktion, „nicht nur in Großstädten.“

„Rassismus steckt in jedem“, erläuterte Hanaa EL-Kaye, Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendhauses, das die Aktion in Wülfrath organisiert hat. Aufgabe sollte es deshalb für jeden einzelnen sein zu entdecken: „Wo habe ich meine Vorurteile?“

Weitere Aufkleber werden heute im Stadtgebiet verteilt, zum Beispiel auf dem Heumarkt, am Bondues-Weg und auf dem Roten Platz. Auch werden an alle Wülfrather Kitas und an die Ogatas der Grundschulen Basteltüten mit Hautfarbenbuntstiften und Malvorlagen verteilt, die das Kreisintegrationszentrum zur Verfügung gestellt hat.

Das Kreisintegrationszentrum unterstützt Projekte gegen Rassismus auch finanziell, erklärt Angela Sprink, Abteilungsleiterin Kinder- und Jugendförderung im Jugendamt. Privatleute und Gruppen könnten sich ebenso bewerben wie Schulen und Vereine, die gegen Rassimus aktiv werden wollten.

Weitere Informationen über den bundesweiten Aktionstag gibt es hier.