Wülfrath. In Lübeck ist die 29. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands zu Ende gegangen. Vor Ort war auch Franca Calvano, Gleichstellungsbeauftragte in Wülfrath.
Zwei Tage lang beschäftigten sich rund 500 kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Deutschland mit dem zunehmenden Antifeminismus und weiteren zentralen Herausforderungen der Gleichstellungsarbeit.
Auch Franca Calvano, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wülfrath, nahm an der Konferenz teil. Aus dem Kreis Mettmann waren zudem weitere Kolleginnen der kommunalen Gleichstellungsarbeit vertreten. Die Impulse aus Lübeck wollen die Gleichstellungsbeauftragten nun in ihre Arbeit vor Ort einbringen.
„Antifeminismus ist kein Randphänomen. Er richtet sich gegen Frauenrechte, gegen Gleichstellung und damit auch gegen unsere Demokratie“, sagt Franca Calvano.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Lübecker Erklärung. Darin wird Antifeminismus als Gefahr für Demokratie und Verfassung benannt. Darüber hinaus verabschiedeten die kommunalen Frauen und Gleichstellungsbeauftragten mehr als 30 Anträge und richteten damit klare Forderungen an die Politik.
Gefordert werden unter anderem ein Nationaler Aktionsplan gegen Antifeminismus, mehr Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Mädchen, bessere Hilfen für Alleinerziehende, eine sichere und flächendeckende Geburtshilfe, mehr Steuergerechtigkeit, eine stärkere Entlastung von Eltern sowie das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper.
„Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, dass frauenfeindliche Einstellungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt angreifen und Menschen einschüchtern. Deshalb braucht Gleichstellungsarbeit klare politische Antworten, Sichtbarkeit und eine öffentliche Rückendeckung. Wer Gleichstellung stärkt, schützt auch unsere Demokratie“, so Franca Calvano.


