Zentraler und moderner: Timo Schönmeyer und sein Team empfangen die Velberter Bürger künftig in einem Service-Büro mit Wohlfühlfaktor. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Wer das neue Servicebüro der Stadt Velbert betritt, vergisst schnell, dass er sich in einer Behörde befindet. Die neuen Räumlichkeiten in zentraler Innenstadtlage empfangen Besucher mit einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen modernem Hotelfoyer und Naturerlebniszentrum angesiedelt ist.


Das Design wird von Naturtönen dominiert: Sanftes Grün und warme Brauntöne treffen auf vollformatige Wandbilder mit Wald- und Wiesenmotiven. Ein besonderer Blickfang sind die naturholzvertäfelten Wände mit Einlagen aus echtem Moos, die nicht nur optisch Akzente setzen, sondern auch das Raumklima verbessern sollen. Dezent installierte Lichtleisten an der Decke runden das architektonische Konzept ab. Den Planern ist damit offensichtlich ein großer Wurf gelungen: Ein städtisches Dienstleistungszentrum mit dem einladenden Charme einer “Hobbit-Wohnung” – das dürfte in der Region einmalig sein.

Die naturnahe Gestaltung ist dabei einer baulichen Besonderheit geschuldet. Da Tageslicht lediglich durch die Schaufensterfront zur City in den Raum dringt, entschlossen sich die Verantwortlichen, die Natur kurzerhand nach innen zu holen. “Die dezente Deckenbeleuchtung schafft selbst in den hintersten Winkeln einen natürlichen Lichteindruck”, erklärt Timo Schönmeyer, Leiter des Servicebüros.

Moderne Arbeitsplätze und diskrete Beratung

Ab Dienstag, 20. Januar, nehmen Schönmeyer und sein 15-köpfiges Team die Arbeit in den neuen Räumen an der Friedrichstraße 113-115 auf. An insgesamt acht modernen Arbeitsplätzen werden die Anliegen der Bürger bearbeitet. Die durch halbhohe Rundbögen abgetrennten Plätze sind barrierefrei erreichbar und optimal ausgeleuchtet. Ein dezent installierter Schallschutz sorgt dafür, dass die Privatsphäre bei Beratungsgesprächen trotz der weitläufigen Raumgestaltung gewahrt bleibt.

Die einzelnen Arbeitsplätzte sind durch halbhohe Trennwände, die das Raumgefühl erhalten, begrenzt. Foto: Mathias Kehren

Obwohl die neuen Räumlichkeiten großzügig wirken, wurde die Anzahl der festen Arbeitsplätze leicht reduziert. “Wir reagieren damit auf die Entwicklung, dass immer mehr städtische Dienstleistungen online erledigt werden können”, so Schönmeyer. Für schnelle Erledigungen ohne langen Aufenthalt gibt es zudem einen speziellen Serviceschalter. Hier können Ausweisdokumente abgeholt, Meldebescheinigungen und Führungszeugnisse beantragt und Dokumente beglaubigt werden.

Digitale Terminvergabe spart Zeit

Trotz der neuen Wohlfühlatmosphäre setzt die Stadt weiterhin auf Effizienz: Für alle Anliegen sollten Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld einen Termin vereinbaren. Dies hat einen entscheidenden Vorteil: “Bereits bei der Terminvergabe lässt sich prüfen, welche Dokumente für das jeweilige Anliegen benötigt werden”, betont Schönmeyer. “Nichts ist ärgerlicher, als erst vor Ort festzustellen, dass ein wichtiges Dokument fehlt.”

Lichtleisten an der Decke und über den Arbeitsbereichen leuchten den Raum gleichmäßig aus. Foto: Mathias Kehren

Das neue Servicebüro ist die zentrale Anlaufstelle für ein breites Spektrum an städtischen Dienstleistungen:

  • Wohnsitz und Meldewesen: Alles rund um den Umzug (An-, Ab- und Ummeldungen), Meldebescheinigungen, Auskünfte aus dem Melderegister sowie Datenschutzanliegen (Auskunftssperren und Widersprüche).
  • Ausweise und Reisedokumente: Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen und eID-Karten sowie Services rund um die Online-Ausweisfunktion (PIN-Rücksetzung). Auch Sonderfälle wie Künstlernamen oder die Befreiung von der Ausweispflicht werden hier bearbeitet.
  • Von Angelschein bis bis Fundbüro: Verwaltung von Fundsachen, Ausgabe von Fischereischeinen, Ausstellung von Führungszeugnissen und Beglaubigungen von Dokumenten und Unterschriften fallen auch in den Dienstleistungsbereich des Büros.
An zwei großen Terminals können sich Besucher informieren. Foto: Mathias Kehren