Die Feuerwehr war an einer Langenberger Internatsschule im Einsatz. Foto: Feuerwehr Velbert

Velbert. Am Donnerstag, 23. April, gegen 23 Uhr hat es an der Außenfassade eines Langenberger Internats gebrannt. Das Gebäude wurde evakuiert, Verletzte gab es nach Feuerwehrangaben nicht.


Eine Lehrkraft bemerkte den Brand in einem Müllbehälter. Da die Flammen bereits an der Fassade züngelten, löste sie umgehend den Räumungsalarm aus. Die Rauchentwicklung hatte zwischenzeitlich außerdem die Brandmeldeanlage des Objekts an der Straße Wewersbusch ausgelöst.

Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden sofort Löschmaßnahmen sowie die weitere
Räumung des betroffenen Bereichs eingeleitet. “Insgesamt wurden 60 Personen ins Freie geführt”, informiert die Feuerwehr. Aufgrund der nächtlich-kühlen Temperaturen sei schnell eine geschützte Unterbringung in einem Nachbargebäude organisiert worden.

“Alle 60 Personen wurden durch den Rettungsdienst gesichtet und im weiteren Verlauf betreut. Ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich”, so die Wehr.

Um den Brand vollständig zu löschen, mussten Teile der Fassade demontiert und abgelöscht werden. Aufgrund der Rauchausbreitung im Gebäude wurden anschließend umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt, sodass alle Personen später wieder in das Gebäude zurückkehren konnten.

“Es wurden keine Personen verletzt. Die Brandursache ist derzeit noch unklar”, heißt es abschließend. Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache, die Löschzüge Velbert-Langenberg, ein Löschzug aus Velbert-Neviges sowie der Rettungsdienst der Stadt Velbert.

Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung

Nach Polizeibericht handelte es sich um einen Altpapierbehälter, der auf dem “rückwärtigen Gelände der Schule” abgestellt war. Dieser brannte “in voller Ausdehnung”. “Durch die Hitzeentwicklung war eine weitere Tonne sowie die dahinter befindliche Hauswand bereits stark beschädigt worden”, so die Polizei.

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr, konnte nicht verhindert werden, dass “ein Teil der Hausfassade abplatzte”, heißt es. Den entstandene Schaden schätzt die Polizei auf mehrere tausend Euro. Trotzdem sei das Gebäude weiterhin bewohnbar.

Die Brandursache ist nach ersten polizeilichen Ermittlungen noch unklar, eine vorsätzliche Brandlegung möglich. Daher leitete die Polizei ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts der schweren Brandstiftung ein. Die Kriminalpolizei hat die weitere Spurensuche und -sicherung übernommen.