Am Berufskolleg Niederberg wurde Amok-Alarm ausgelöst. Foto: Mathias Kehren

Velbert. In Velbert kam es am Mittwochvormittag, 16. September, zu einem größeren Polizeieinsatz am Berufskolleg Niederberg. Hintergrund war, dass ein Schüler über einen Chat massive Drohungen gegen mehrere Mitschüler ausgesprochen haben soll. Die Schulleitung löste daraufhin Amok-Alarm aus und verständigte die Polizei.


Gegen 9:45 Uhr wurde die Polizei von der Schulleitung über eine mutmaßliche Amok-Androhung eines Schülers informiert. Ein Schüler soll seine Mitschüler massiv über einen Chat bedroht haben, hieß es in der ersten Meldung an die Polizei.

Daraufhin suchte die Polizei die Schule mit einer Vielzahl von Kräften auf, zeigte vor Ort Präsenz und leitete Ermittlungen zum Aufenthaltsort des 21-Jährigen ein, der an diesem Tage nicht in der Schule erschienen war. „Unterdessen traf die Schule in eigener Verantwortung die für derartige Lagen entsprechenden Erstmaßnahmen“, so die Polizei.

Gegen 11:45 Uhr konnte die Polizei den 21-Jährigen an seiner Wohnanschrift in Velbert antreffen. Er ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen. Der junge Mann wurde zunächst zur Wache gebracht.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass es die in Rede stehenden Äußerungen in einem Chat offenbar nicht gegeben hatte. „Auch bei den weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht nicht, dass der junge Mann tatsächlich eine konkrete Amoktat oder Angriffe auf Mitschüler geplant hatte“, stellt die Polizei fest.

Nach Bewertung der Polizei bestand zu keiner Zeit eine unmittelbare Gefährdung für Schüler oder Lehrkräfte.