Die Anklage gegen den mutmaßlichen Islamisten wurde zugelassen. (Archivbild)
Die Anklage gegen den mutmaßlichen Islamisten wurde zugelassen. (Archivbild) Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf (dpa) – Mit dem Messer in den Heiligen Krieg: Ein Schüler eines Berufskollegs soll in Essen islamistisch motivierte Messerattacken verübt haben. Von Montag (10.30) an muss sich der inzwischen 18 Jahre alte Angeklagte im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts verantworten.


Die Bundesanwaltschaft wirft ihm dreifachen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung vor. Er soll vor neun Monaten mehrfach auf eine 45-jährige Lehrerin eingestochen haben. Auch einen Hausmeister an einer Grundschule und einen Obdachlosen an einer Bushaltestelle soll der junge Kosovar angegriffen haben.

Danach habe er noch möglichst viele Juden töten wollen, aber keine gefunden, als er zweimal an der Alten Synagoge in Essen erschien und nach ihnen Ausschau gehalten habe. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft waren die Taten islamistisch motiviert: Der damals 17-jährige Jugendliche sei als überzeugter Islamist gegen vermeintliche Ungläubige in den Dschihad gezogen.