Ministerin Silke Gorißen (3.v.l.) verband die Förderzusage mit einem Besuch im Tierheim in Velbert. Zum Gruppenbild fanden sich ein Christina Sohst (Vorstand Tierheim), Martin Sträßer (Landtagsabgeordneter), Ralf Hennig und Anne Jänecke (beide Vorstand Tierheim), Melina Brauers (Tierschutz NRW) und Aylin Otto (Tierpflegerin). Foto: Mathias Kehren
Ministerin Silke Gorißen (3.v.l.) verband die Förderzusage mit einem Besuch im Tierheim in Velbert. Zum Gruppenbild fanden sich ein Christina Sohst (Vorstand Tierheim), Martin Sträßer (Landtagsabgeordneter), Ralf Hennig und Anne Jänecke (beide Vorstand Tierheim), Melina Brauers (Tierschutz NRW) und Aylin Otto (Tierpflegerin). Foto: Mathias Kehren

Velbert. Mit einem Förderbescheid in Höhe von 15.000 Euro im Gepäck war Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, heute zu Gast im Tierheim Velbert-Heiligenhaus.

Die Tierheime haben einen besonders hohen Aufwand: 365 Tage im Jahr müssen die Tiere versorgt werden. Die finanzielle Situation hat sich durch die jüngst extrem gestiegenen Energie- und Verbraucherkosten verschärft.

„Immer mehr Tiere werden abgegeben, gleichzeitig sind die Energiekosten gestiegen und die Spendenbereitschaft hat abgenommen“, zählt Ministerin Silke Gorißen (CDU) die Schwierigkeiten in den Tierheimen des Landes auf.

Zur Krisenbewältigung hat die Landesregierung ein Sondervermögen in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die Tierheime gebildet. In erster Linie geht es dabei um Zuschüsse für gestiegene Energiekosten. Aus diesem Fonds hat nun auch das Tierheim Velbert-Heiligenhaus 15.000 Euro auf Antrag erhalten.

„Sie leisten hier einen Rieseneinsatz für die Tiere“, sagt Ministerin Gorißen an den anwesenden Vorstand des Tierheimvereins gerichtet. Vorsitzender Ralf Hennig bringt seine Freude über den dringend benötigten Zuschuss zum Ausdruck. Zugleich betont er, dass es wichtig sei, die Anliegen des Tierheims in den Fokus zu rücken. Für die Einrichtung in Velbert etwa bestünde erheblicher Sanierungsbedarf.

Derzeit ist das Tierheim mit rund 60 Katzen und etwas über 30 Hunden am Rande der Kapazitätsgrenze. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen die Tiere. Dazu gibt es einen festen Stamm von rund 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit den Hunden Gassi gehen, die Kleintiere füttern oder auch mal die Katzen kuscheln.

Ein großer Brocken in der Bilanz des Tierheims sind die Energiekosten. 1.500 Liter Öl werden in einem Wintermonat verbraucht, berichtet Henning. Der relativ hohe Bedarf sei der knapp 20 Jahre alten Heizung geschuldet und auch der alten Gebäudsubstanz.

Zuletzt wurde in eine Photovoltaik-Anlage investiert. Diese produziert nun Strom für die Warmwasserbereitung. So kann die Heizung im Sommer nun abgeschaltet werden. „Die neue Anlage wird sich schnell amortisiert haben“, vermutet der Hennig.

Das Tierheim wird von den Städten Velbert, Heiligenhaus, Wülfrath und Haan finanziert. Für den laufenden Betrieb ist es aber zusätzlich auf Spenden und ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Mehr Informationen auch auf der Tierheim-Homepage unter www.tierheimvelbert.de.

Am Samstag, 12. August, von 13 bis 17 Uhr lädt die Einrichtung Interssierte und Unterstützer zu einem Sommerfest ein.