Beim Mittelalter-Weihnachtsmarkt konnte das Duo Robia mit orientalisch-indischen Tanzeinlagen begeistern. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Ein perfektes Wochenende erwischte der Mittelalter-Weihnachtsmarkt in Velbert-Neviges. Bei milden Temperaturen und vor allem Trockenheit strömten die Besucher in Scharen. Sie kamen, um die Stände im Innenhof und in den Räumen der Vorburg in Augenschein zu nehmen. Gaukelei, Tanz und Musik brachten Abwechslung beim Flanieren zwischen den Ständen.


Mit seinem vielfältigen Angebot an exklusiven, meist handgefertigten Dingen setzt der Markt in Neviges ein kleines, aber feines Ausrufezeichen. Wer etwas Besonderes zum Verschenken sucht, konnte hier fündig werden – von handgefertigtem Silberschmuck über gewebte Bänder bis hin zu fein gearbeiteten Ledertaschen, Gürteln und Armbändern oder auch feinen Likören. Und natürlich konnten sich die Besucher auch selbst damit belohnen.

Neben dem Warenangebot sorgten Gaukler, Tanz und Musik für Unterhaltung. Einen “Taschendrachen” – “meist zu finden bei Leuten, die aus dem Maule qualmen, wie die Drachen selbst”, suchte Gaukler Tamino unter den Besucherinnen und Besuchern. Nach kurzer Suche fand sich ein Feuerzeug, nach dem er verlangt hatte. Damit entzündete er Fackeln, um sie anschließend gekonnt mit dem Mund wieder zu erlöschen – ein beeindruckendes Schauspiel, dass die Anwesenden mit viel Beifall bedachten.

Zwischen den Showeinlagen konnten sich die Besucher mit Met und heißem Wein stärken. Für Schleckermäuler gab es außerdem Quarkbällchen, Waffeln und heiße Maronen.

Mitten im Treiben zeigte das Duo Robia – bestehend aus Steffi Dreyer und Angelina Maron – einen Ausschnitt aus ihrem Tanzprogramm. Ihr Stil nennt sich Tribal Fusion, eine eigene Tanzrichtung mit orientalischen und indischen Einschlägen, die die beiden mit Bauchtanzeinlagen garnieren.

Zwischen Geschmeide und allerlei Kunsthandwerk hatte auch Hobbysilberschmied Gernot Lindlar aus Kürten seinen Stand aufgebaut. Er mache das seit 20 Jahren, berichtet er, beim Mittelalter-Weihnachtsmarkt in Neviges sei er von Anfang an dabei. “Ein schöner Markt. Klein, nicht so hektisch, man kann sich gut mit den Besuchern unterhalten”, sagt der Rentner. Viel Geld verdiene man damit nicht, aber er müsse ja nicht davon leben. Er freut sich, wenn er Menschen trifft, denen die Dinge gefallen, die er in seiner eigenen Werkstatt herstellt.

Trotz der laufenden Bauarbeiten rund um das Schloss konnte die Marktgilde zu Hardenberg als Veranstalter den 11. Mittelaltermarkt-Weihnachtsmarkt als Erfolg verbuchen. Da taten auch die Bauarbeiten rund um das Schloss keinen Abbruch, allenfalls einen Parkplatz zu finden gestaltete sich schwierig, auch weil der Weihnachtsmarkt vor dem Dom und das Adventskonzert des Rhythmus-Chors Neviges parallel stattfanden.