Christiane und Peter Janski sind das zweite Schlotschmetpaar, das Bürgermeister Björn Kerkmann in Heiligenhaus begrüßen darf. Foto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Die Heljens-Jecken haben ihr neues Schlotschmetpaar vorgestellt – und der Rahmen hätte kaum passender sein können: Der Vorstand des noch jungen Vereins hatte den Feierabendmarkt auf dem Basildonplatz gewählt, um in luftiger Höhe, vom Rathausbalkon aus, das Geheimnis zu lüften und zum größtenteils närrischen Volk zu sprechen.


„Es ist kein Zufall, dass so viele Heljens-Jecken hier oben stehen“, begrüßte Björn Kerkmann die Besucher. Er erinnerte daran, dass vor genau einem Jahr an dieser Stelle eine neue Tradition ihren Anfang nahm, die nun fortgesetzt wird. „Besonders schön ist, dass bei jetzt Gott sei Dank gutem Wetter so viele gekommen sind, um etwas Neues bekannt zu geben“, so Kerkmann, bevor er an den Vorstand der Heljens-Jecken übergab.

Carina Kulow, Vorsitzende der Heljens-Jecken, nutzte den Moment für einen emotionalen Rückblick: „Vor genau einem Jahr durften wir euch voller Stolz das allererste Heiligenhauser Schlotschmetpaar vorstellen. Ein historischer Moment.“ Sie bedankte sich bei Heinz-Peter und Christa: „Ihr wart die Mutigen, die Ersten, die Vorreiter. Ihr habt das Amt nicht nur getragen, ihr habt es geprägt.“

Die Heljens-Jecken, die mit ihren zwölf Vereinsjahren noch blutjung sind, haben sich dennoch fest in der Region etabliert. Insbesondere der Nelkensamstagsumzug zieht jedes Jahr tausende Jecken auch aus anderen Karnevalshochburgen nach Heiligenhaus. „Heiligenhaus kann Karneval“, ist der neue Schlotschmet Peter Janski überzeugt: „Wir schmieden keine Hufeisen – sondern Erinnerungen.“

Peter und Christiane Janski setzen mit ihrer neuen Rolle ihrem karnevalistischen Engagement die Krone auf. „Tatsächlich haben wir von Anfang an bei der Vereinsentwicklung mitgewirkt – finanziell und irgendwann auch personell“, verrät Peter, der als kleiner Junge in den achtziger Jahren Karnevalszüge in Heiligenhaus miterlebt hat, bevor die Heljens-Jecken nach jahrzehntelanger Pause diese Tradition wieder aufleben ließen. Dass sie für das Amt bereit sind, hatten sie dem Vorstand bereits signalisiert.

Das neue Paar hat Großes vor: Unter dem Motto „Zwei Herzen, ein Schlag, ein Verein, eine Familie“ möchten sie frischen Wind in die Session bringen. „Christiane und ich haben uns wahnsinnig gefreut, dass wir in die Fußstapfen von Heinz-Peter und Christa treten dürfen“, so Peter Janski. “Heliens 2.0”, ruft er aus. Und: “Wir schmieden keine Hufeisen mehr, wir schmieden Erinnerungen.”

Die Ansprüche sind hoch: „Es wird laut, es wird heiß, es wird emotional“, versprach Vorsitzende Carina Kulow. Die neuen Tollitäten setzen auf Dynamik, um „Jung und Alt mitzunehmen und ein bisschen Pepp rüberzubringen“. Das erklärte Ziel ist es zudem, den Verein weiter wachsen zu lassen und neue Sponsoren für das Brauchtum zu gewinnen. Einen Vorgeschmack auf die neue Session lieferten die beiden sogar mit der Vorstellung ihres offiziellen Sessionslieds.

Das Schlotschmetpaar und die Jecken haben nun noch einige Monate Zeit bis zum Start der fünften Jahreszeit. Nach dem Erwachen des Hoppeditz am 11. November wird es für Peter und Christiane Janski am 20. November bei der offiziellen Inthronisierung im „Treff am Rathaus“ ernst. Bis dahin bleibt das Ziel fest im Blick: „Wir nehmen euch mit auf eine schöne Reise zwischen Tradition und der heutigen Zeit“, verspricht das Paar – ganz im Sinne von „Heliens 2.0“.