Die Güterstraße ist in diesem Bereich für den anstehenden Brückenbau gesperrt. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Die Fundamente sind gegossen, die Stützpfeiler warten – doch der Luftraum über der Güterstraße bleibt vorerst leer. Der für April geplante „Brückenschlag“ für die neue Radwegverbindung musste kurzfristig abgesagt werden. Die Sperrung der Güterstraße bleibt vorerst trotzdem bestehen.


Eigentlich sollte das 35 Meter lange Herzstück der Brücke bereits per Schwertransport aus Hamm eingetroffen sein, doch der Logistikplan scheiterte an einer fehlenden Genehmigung. Wie nun bekannt wurde, kam hierbei eine ungünstige Kombination aus bürokratischen und baulichen Hürden zusammen. So fiel die entscheidende Genehmigungsphase mitten in die Osterferien, was die Bearbeitungsprozesse in den zuständigen Behörden verzögerte.

Generell erschwerte die marode Infrastruktur die Routenplanung, da viele „abtonnagierte“ Brücken auf der 150 Kilometer langen Strecke nach Velbert von dem 65 Tonnen schweren Transportzug nicht befahren werden dürfen. Zuletzt versperrten dann auch noch kurzfristig eingerichtete Tagesbaustellen dem Schwerlastzug seinen geplanten Weg.

Projektleiter André Hackbeil von den TBV schätzt, dass sich das Vorhaben um mindestens zwei Wochen verschiebt. Ein neuer Termin für den Brückenaufbau wird also nicht vor Anfang Mai gesetzt.

Derweil bleibt die Sperrung der Güterstraße zwischen dem Discounter und der Autowerkstatt vorerst bestehen. Zu umfangreich seien der Ab- und Wiederaufbau der Sperren, auch der Vorlauf für Haltverbote im Bereich der Umleitung koste zu viel Zeit, war von einem Verantwortlichen der Firma Send, die den Bau vor Ort umsetzt, zu erfahren.

Die Vollsperrung der Güterstraße ist erforderlich, da die Brücke vor Ort mit zwei Autokränen zentimetergenau auf Hilfsgerüste gehoben werden muss. Im Anschluss werden die Anschlüsse mit Eisen bewehrt und mit Spezialbeton vergossen. Aufgrund der nötigen Aushärtezeit wird die Straße dann für mehrere Wochen unpassierbar bleiben.

Die Radwegbrücke, die den Panorama-Radweg künftig direkt an die Innenstadt anbindet, soll trotz der aktuellen Verzögerung noch im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden.
Die rund 40 Tonnen schwere Stahlkonstruktion der Firma Hoffmeier wartet nun in Hamm auf das nächste Zeitfenster für ihre Reise nach Velbert.

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