Velbert. Die neue Radwegbrücke in Velbert nimmt mehr und mehr Gestalt an: Nach der erfolgreichen Montage der Rampenelemente ist das Projekt auf Kurs. Bereits in der kommenden Woche soll die Güterstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Die Rampe, die den Panorama-Radweg künftig mit der Brücke verbindet, ist ein entscheidendes Stück gewachsen. Am Donnerstag, 25. Juni, setzten zwei Autokräne die drei jeweils rund 30 Tonnen schweren Stahlbetonfertigteile millimetergenau an ihre Position. Im nächsten Schritt werden die Elemente armiert, betoniert und durch eine zusätzliche Betonschicht kraftschlüssig zu einer durchgehenden Rampe verbunden. Die rund 40 Meter lange Konstruktion weist eine moderate Steigung auf und führt künftig über eine noch zu erstellende Zuwegung oberhalb des „Velberter Wirtshauses“ auf das Brückenbauwerk.
Zeitplan eingehalten
Auch am Brückenkopf auf der Seite „In den Bieerhöfen“ gibt es Fortschritte: Der Beton ist ausgehärtet und trägt die Last der Brücke nun eigenständig, sodass die Hilfskonstruktionen, die in den vergangenen Wochen die Güterstraße blockierten, bereits demontiert werden konnten. „Wir liegen mit dem Brückenbau exakt im Zeitplan“, bestätigt André Hackbeil, Projektleiter bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV). Er rechnet damit, dass die Güterstraße ab Mitte nächster Woche wieder für den Verkehr befahrbar ist.
Damit ist der mit dem Brückenbau beauftragten Firma Heinrich Send eine Punktlandung gelungen: Trotz der anfänglichen Herausforderungen – vor sechs Wochen sorgten logistische Schwierigkeiten bei der Anlieferung des Brückenteils aus Hamm für eine zweiwöchige Verzögerung – wurde der ursprüngliche Zeitplan gehalten. Das Ziel, die Güterstraße zum 30. Juni freizugeben, wird damit erreicht.
Nächste Schritte im Bauablauf
Als Nächstes werden die Baucontainer „In den Bieerhöfen“ abgebaut, um den Weg für die dortigen Zuwegungsarbeiten freizumachen. Parallel dazu wird die Rampe fertig betoniert und die Wegeverbindung vom Panorama-Radweg zur Brücke hergestellt. Auf dem Brückenkörper selbst muss noch der Handlauf hergestellt und montiert werden. Im finalen Schritt soll die Fläche vor der Rampe zu einem Parkplatz ausgebaut werden.
Im Oktober dieses Jahres soll die Brücke dann für die ersten Nutzerinnen und Nutzer freigegeben werden.
Förderprojekt „Die letzte Meile“
Das Bauwerk ist ein zentraler Bestandteil des Förderprojekts „Die letzte Meile“, für das die Technischen Betriebe Velbert insgesamt rund 2,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eingeworben haben. Von allen Teilprojekten, die größtenteils schon umgesetzt wurden und vor allem die Anbindung des Industriegebiets Röbbeck an den Panorama-Radweg verbessern sollen, ist die Brücke über die Güterstraße das mit Abstand komplexeste Vorhaben. Das lässt sich auch an den erwarteten Baukosten von rund 1,8 Millionen Euro ablesen.
Der Panorama-Radweg führt in einem weiten Bogen um die Innenstadt, eine Anbindung fehlte bislang. Die neue Brücke schafft hier Abhilfe: Nach ihrer Fertigstellung entsteht eine direkte Verbindung vom Panorama-Radweg zu den Schulhöfen der Martin-Luther-King-Schule und der Grundschule Grünstraße, zum Hospiz Velbert sowie über die Kurze Straße direkt in Richtung Innenstadt auf Höhe der Sparkasse.


