Luftbild einer deutschen Kleinstadt mit historischem Schloss.
Die Ansicht zeigt das Herrenhaus mit dem Mühlengebäude (links) im Vordergrund, daran schließt sich die Vorburg in ihrer typischen U-Form an, weiter hinten der Schlossparkplatz und die Altstadt, wo das markante Dach des Mariendoms zu erkennen ist. Foto: Mathias Kehren

Velbert. Das Schloss Hardenberg und die umgebende Parkanlage soll zu einem Natur-Erlebniszentrum umgebaut werden. Seit September wird schon am Herrenhaus gebaut, nun hat die Stadtverwaltung den Zeitplan für die übrigen Baumaßnahmen mitgeteilt.

Die Bauarbeiten am Schloss Hardenberg laufen bereits, als nächstes wird hier die Baustelle an der nördlichen Wehrmauer errichtet. Dort soll ein Treppenturm angebaut werden. Im Frühling folgt dann ein Gerüst um das gesamte Herrenhaus.

Die Arbeiten an den Außenanlagen und dem Parkplatz sind in vier Bauabschnitten geplant. Start ist Ende April mit der Errichtung des „Grünen Pfads“, der das Schlossgelände mit der Altstadt verbindet, und der Neugestaltung des Parkplatzes.

In diesem Sommer werden auch die Bohrungen für die Geothermie im Wirtschaftshof neben der Vorburg hergestellt. Eine sogenannte Nahwärmezentrale soll später das Herrenhaus, die Mühle und die Vorburg versorgen. Die Anlage liefert im Winter Wärme und im Sommer Kälte, womit an heißen Tagen der Theatersaals der Vorburg gekühlt werden soll.

Weiter geht es dann voraussichtlich 2025, was aber noch vom Förderbescheid abhängig ist, mit dem die Verwaltung diesen Sommer rechnet. In diesem Bauabschnitt sind der Vorplatz, die Schlosswiese, das Umfeld der Mühle und der Wirtschaftshof terminiert.

Es folgen der Teich mit Umfeld in Bauabschnitt drei, für den allerdings noch ein Förderantrag gestellt werden muss. Als Termin dafür nennt die Verwaltung September dieses Jahres. Im  Bauabschnitt werden dann die Elemente „Wilder Hügel“, Kleingärten, Rollschuhbahn und Hardenberger Bach behandelt. Ein Termin dafür ist noch nicht bekannt.

Luftbild einer deutschen Kleinstadt im Winter.
Blick auf den Schlossparkplatz, wo erste Arbeiten für ein neues Sanitärhäuschen im Gange sind. Von der Vorburg (rechts unten) entlang des Parkplatzes schlängelt sich der Fußweg in Richtung alter Bahhof und Altstadt. Dies soll einmal der „Grüne Pfad“ mit Spiel- und Naturerlebnisstationen werden. Foto: Mathias Kehren

Schloss Hardenberg wird Natur-Erlebniszentrum

Schon seit September 2023 laufen die Bauarbeiten am Herrenhaus von Schloss Hardenberg. Schritt für Schritt wird das Denkmal saniert und nach neusten Standards umgebaut. Am Ende soll es Raum für Veranstaltungen und eine neue Ausstellung bieten. Der „Rittersaal“ wird für Trauungen, Konzerte und Konferenzen hergerichtet und im Massardengeschoss können künftig Workshops und Seminare stattfinden. Kern des Ganzen bildet eine Ausstellung, die mit den Themen Wehrhaftigkeit der Natur und Wehrgeschichte des Schlosses spielt, diese veranschaulicht und interaktiv miteinander verbindet. Saniert wird auch das Mühlengebäude, das später mit einem Restaurant oder Café belebt wird.

Fertigstellung „Ende 2026“

„Die Arbeiten an den Gebäuden werden voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen“, informiert die Stadt nun.

„Die Sanierung des Herrenhauses ist bis Ende 2025 fertiggestellt. Dann steht quasi die ‚Hülle‘, in der dann der Ausbau mit Ausstellungaufbau im Inneren erfolgt“, informiert Stefanie Jaß, Projektkoordinatorin Schloss Hardenberg. Die Fertigstellung des Naturerlebniszentrums mit der Ausstellung im Herrenhaus ist dann voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen.

Für die Sanierungen des Herrenhauses und der Mühle stehen laut Verwaltung 4,1 Millionen Euro an Fördermitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zur Verfügung. Die Gesamtkosten für die Sanierung inklusive der Errichtung einer Nahwärmezentrale sind derzeit auf 13,4 Millionen Euro angesetzt.

Grünanlagen, Schlossparkplatz und Verbindungsweg zur Altstadt

Im Außenbereich sollen breitere Wege, eine abwechslungsreiche Bepflanzung und neue Spielbereiche ein schönes Naturerlebnis bieten. Zugleich soll ein attraktiver Ort entstehen, der der Umweltbildung dienen und für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Für den Weg von der Bernsaustraße zur Vorburg und den Domparkplatz (Baustart Ende April) stehen nach Verwaltungsangaben bereits Fördermittel von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, das wären 70 Prozent der angesetzten Gesamtkosten.

Die Umsetzung für den „Grünen Pfad“, der das Schlossgelände mit der Altstadt verbindet, übernehmen die Technische Betriebe. Auf 2,5 Kilometern Wegstrecke werden dort später an verschiedene Stationen spannende Perspektiven auf die Natur geboten.

Der Domparkplatz wird ebenfalls durch die TBV neu gestaltet. Für die dauerhafte Nutzung entstehen 82 Stellplätze, 48 weitere sollen zum Teil als Park- und Veranstaltungsfläche genutzt werden. Die Realisierung erfolgt in zwei Abschnitten, sodass während dem Bau weiterhin Stellplätze zur Verfügung stehen.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das neue Trafo-/ WC-Häuschen am südlichen Ende des Parkplatzes.

Errichtung einer Nahwärmezentrale

Im Sommer beginnen die Bohrungen für die Geothermie im Wirtschaftshof neben der Vorburg. Eine sogenannte Nahwärmezentrale entsteht hier, mit deren Wärmeenergie später das Herrenhaus, die Mühle und die Vorburg versorgt werden sollen. Die Anlage kann auch Kälte erzeugen, die an heißen Tagen den Theatersaals in der Vorburg kühlen soll.

Altes Schloss mit Mauer in Deutschland.
An der Nordseite soll bald die Baustelle eingerichtet werden. An dieser Seite bekommt das Herrenhaus einen außenliegenden Treppenturm. Foto: Mathias Kehren
Historisches Schloss mit Türmen in Deutschland.
Nordansicht von Schloss Hardenberg. Foto: Mathias Kehren