Kreis Mettmann. Der Winter mit Schnee und Eisglätte hat für zahlreiche Einsätze der Polizei gesorgt. Im Kreisgebiet gab es laut Polizei zwischen Montag, 5. Januar, 16 Uhr, und Dienstag, 6. Januar, 6 Uhr, insgesamt 44 Verkehrsunfälle. Meist blieb es bei Blechschäden.
In Velbert kam es nach Polizeiangaben zu zwei und in Heiligenhaus zu drei wetterbedingten Unfällen. In Wülfrath verzeichnete die Polizei gar keinen Unfall.
In Ratingen hingegen krachte es laut Polizei gleich zehn Mal. So war gegen 16:40 befuhr ein 32-jähriger Mettmanner, mit einem Cupra auf Sommerreifen bei starkem Schneefall auf der Straße Am Schwarzebruch unterwegs.
Der Fahrer gab später gegenüber der Polizei an, von einem anderen Auto in Fahrtrichtung der Mülheimer Straße überholt worden zu sein. Dabei habe ihn das unbekannte Fahrzeug Fahrzeug berührt, woraufhin er selbst die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Laternenmast. Der Mettmanner wurde durch den Zusammenstoß verletzt und von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 23.000 Euro. Es wird nun wegen einer Verkehrsunfallflucht ermittelt. Die Polizei bittet um Hinweise.
In Mettmann hat die Polizei drei Unfälle aufgenommen.
In Hilden verzeichnete die Polizei innerhalb kurzer Zeit sieben Unfälle und in Langenfeld kam es im Laufe des frühen Abends zu insgesamt zehn wetterbedingten Einsätzen auf den Straßen.
In Haan wurden der Polizei vier, in Erkrath drei und in Monheim am Rhein zwei Unfälle, jeweils mit Blechschäden, gemeldet.
“Die insgesamt gesehen relativ niedrigen Unfallzahlen zeigen, dass die meisten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wetterangepasst und entsprechend vorsichtig im Straßenverkehr unterwegs waren”, erklärt die Behörde.
Die Polizei lobt ausdrücklich die “umsichtige Verhaltensweise”. Zugleich wird weiterhin zu besonderer Vorsicht geraten. Auf “nicht zwingend notwendige Fahrten” sollte verzichtet werden.
Nur mit Winterreifen
Weiterhin informiert die Polizei: “Fahrzeuge, die bei diesen Witterungsbedingungen mit Sommerreifen ausgestattet sind, sollten nicht genutzt werden. Andernfalls kann dies mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister geahndet werden. Im Falle eines Verkehrsunfalls drohen sogar 120 Euro Bußgeld und ein Punkt. Zudem kann in diesem Fall der Versicherungsschutz eingegrenzt sein, was erhebliche Folgekosten nach sich ziehen könnte.”
Scheiben frei machen und warm anziehen
“Achten Sie zudem auf saubere Scheiben für eine ausreichende Sicht sowie Frostschutz für das Scheibenwischwasser”, informiert die Behörde. Bei längeren Fahrten sollte zudem immer warme Kleidung und auch eine Wolldecke im Auto bereit liegen.


