
Velbert. Mit der Freigabe der Unterführung „Am Berg“ hat die Schlüsselstadt ab sofort eine eigene legale Wandfläche für junge Graffiti-Kunst geschaffen.
Ob am S-Bahnhof in Düsseldorf-Eller, an den weitläufigen Wänden im Dortmunder Hafenquartier oder rund um die Alte Feuerwache in Köln: In diesen Metropolen gehören großflächige, weltbekannte „Halls of Fame“ längst fest zum urbanen Erscheinungsbild. Diese legalen Freiluftgalerien sind lebendige Treffpunkte der Streetart-Szene, an denen immer wieder spektakuläre Wandbilder entstehen.
Seit diesem Wochenende reiht sich auch Velbert in diese Liste ein: Am Samstag ist in der Schlüsselstadt eine Meile für junge Kunst- und Kulturschaffende in der Unterführung des Fußgängertunnels „Am Berg“ in Velbert-Mitte offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Der neu geschaffene Raum soll junger Kunst als Ausdrucksform dienen und ein dynamisches Stadtbild prägen. Ermöglicht wurde die Velberter „Hall of Fame“ von der Stadt Velbert und den Technischen Betrieben, fachlich begleitet von dem engagierten Graffitikünstler Svante Holten.
Eine „Hall of Fame“ bezeichnet in der Graffitikultur eine ausdrücklich freigegebene Wandfläche, auf der Künstlerinnen und Künstler völlig legal und ungestört an ihrer Technik feilen können. Das Ergebnis ist ein ständig wechselndes Gesamtkunstwerk, das durch neue Schriftzüge, vielschichtige Tags und eindrucksvolle Characters fortlaufend geformt wird. Hinter der Szene verbirgt sich eine eigene Kultur, die auf gegenseitigem Respekt, kreativem Austausch und handwerklichem Können basiert.
Schon am ersten Wochenende wurde in der Schlüsselstadt tatkräftig zur Dose gegriffen. Zahlreiche Aktive nutzten die neue Fläche direkt aus und wandelten die gewöhnlich triste Unterführung in ein farbenfrohes Kunstwerk um.


