Trickbetrüger mit „Klemmbrett-Masche“ im Kreis Mettmann unterwegs

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei

Kreis Mettmann. Am Samstag hat die Polizei in Monheim zwei Frauen sowie zwei Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren vorübergehend festgenommen: Das Quartett hatte sich als gehörlos ausgegeben und so versucht, Kunden eines Supermarktes an der Sandstraße um Bargeld zu bringen.

Am Nachmittag traten zwei junge Frauen sowie ein 17-Jähriger auf dem Parkplatz eines großen Discounters an der Sandstraße in Monheim-Baumberg an mehrere Kunden heran. Das Trio hielt den Kunden Klemmbretter vor und gab an, weder sprechen noch hören zu können. Gleichzeitig baten sie um eine Spende.

Laut aktuellen Erkenntnissen der Polizei sind mindestens zwei Kunden auf diese Masche hereingefallen und händigten dem Trio eine kleinere Summe Bargeld aus. Ein Monheimer durchschaute aber, dass es sich bei der Masche um den Versuch eines Trickbetrugs handelte und rief die Polizei.

Quartett flüchtet vor der Polizei

Als die Beamten kurz darauf auf dem Parkplatz eintrafen, rannte das Trio zu einem Auto davon, in dem ein Fahrer wartete. Gemeinsam flüchtete das Quartett vom Tatort. Die Polizeibeamten konnten den Wagen an der Berghausener Straße in Monheim einholen und anhalten.

Bei der darauffolgenden Kontrolle der vier Personen in dem Auto stellte sich heraus, dass alle Insassen bereits einschlägig wegen Betrugsdelikten polizeibekannt sind. Niemand von ihnen war tatsächlich gehörlos oder konnte nicht sprechen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass es drei der vier mutmaßlichen Trickbetrüger mit ihrer Masche in jüngster Zeit auch schon auf anderen Kundenparkplätzen von Supermärkten versucht hatten.