Konrad-Heresbach-Gymnasium als „Digitale Schule“ ausgezeichnet

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Jens Teller (stellv. Schulleiter), Horst Knoblich (Schulleiter), Andreas Ehrhard (Informatiklehrer), Michael Wiesenhöfer (Leiter des Schulamtes der Stadt Mettmann). Foto: KHG
Jens Teller (stellv. Schulleiter), Horst Knoblich (Schulleiter), Andreas Ehrhard (Informatiklehrer), Michael Wiesenhöfer (Leiter des Schulamtes der Stadt Mettmann). Foto: KHG

Mettmann. Das Mettmanner Konrad-Heresbach-Gymnasium ist mit dem Siegel „Digitale Schule“ ausgezeichnet worden.

Schulleiter Horst Knoblich nahm die Ehrung im Rahmen einer digitalen Feierstunde entgegennehmen – Plakette und Urkunde wurden zuvor per Post versandt.

Für die Bewerbung musste die Schule detailliert dokumentieren, welche Anstrengungen in den vergangenen Jahren unternommen wurden, um die Konzepte digitaler Bildung dauerhaft zu etablieren. Eines der Konzepte am Konrad-Heresbach-Gymnasium ist der Einsatz von Medienscouts, hinzu kommen die Einführung sicherer Passwörter in der fünften Klasse, das Fach „Informationstechnische Grundbildung“ für alle Schülerinnen und Schüler in den Klassen sechs und acht oder Präventionsarbeit mit dem Internettag. Auch 3D-Druck, Robotik sowie Virtual-Reality sind Themen am KHG – und zwar im Rahmen der Begabtenförderung „KHG-XL“. Die Kooperation mit der Hochschule Bochum als auch mit externen Firmen für digitale Projekte ergänzen den Maßnahmenkatalog des Mettmanner Gymnasiums.

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Damit so eine Bewerbung gelingt, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Das Ganze war eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten. „Dahinter steckt jahrelange Schulentwicklungsarbeit und eine gemeinsame Kraftanstrengung des gesamten Kollegiums“, so Ministerin Yvonne Gebauer in Ihrer Videobotschaft. So kümmert sich mittlerweile ein Team aus vier Lehrkräften darum, dass im Hintergrund alles reibungslos läuft: beginnend mit dem Lernsystem Moodle, das am KHG schon vor Corona genutzt wurde, über die schulischen PCs, Tablets, Beamer sowie das WLAN bis hin zur Verwaltung der schulischen E-Mailadressen und Passwörter.

Um die Schule fit für Siegel „Digitale Schule“ machen zu können, müsse eine grundlegende Ausstattung vorhanden sein, erklärt Schulleiter Horst Knoblich. Hier zeige sich, dass eine kontinuierliche und mit der Stadt Mettmann abgestimmte Anschaffung sinnvoller Gerätschaften gepaart mit eine stetigen Fortbildung des Kollegiums und einem hohen Einsatz bei der Planung, Einrichtung und Wartung der Ausstattung dazu führen kann, dass trotz schwieriger Haushaltslagen Bildung im digitalen Bereich gelingen könne, so Knoblich. „Interaktive Whiteboards, die aufgrund des Preises nicht flächendeckend beschafft werden konnten, sucht man im KHG daher ebenso vergebens wie nur mit sehr hohem Aufwand zu wartende Laptopwagen“, erklärt der Schulleiter.

In der Schullandschaft in das Siegel rar gesät: Nur 2,4 Prozent der Schulen in NRW sind als „digitale Schulen“ ausgezeichnet worden, bundesweit sind es 1,4 Prozent – also 450 von über 32.000 Schulen. Das Siegel ist gültig für drei Jahre, danach ist eine erneute Bewerbung notwendig. Die „Digitalen Schulen“ stehen unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär.