[Leserbrief] Grundsteuer in Mettmann: Mehr Verkehrslärm und dann noch Erhöhung?

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Leserbriefe stellen keine redaktionelle Meinungsäußerung dar, dürfen gekürzt und online veröffentlicht werden - notwendig sind die Angabe von Name und Wohnort. Bild: pixabay
Hinweis: Leserbriefe stellen keine redaktionelle Meinungsäußerung dar, dürfen gekürzt und online veröffentlicht werden - notwendig sind die Angabe von Name und Wohnort. Beides liegt der Redaktion vor. Bild: pixabay

Mettmann. Die Initiative Nordstraße äußert sich in einem Leserbrief zum Thema Grundsteuer-Erhöhung in Mettmann.

Günter Meckel und Monika Van Der Knaap aus Mettmann schreiben für die Initiative Nordstraße:

„Es gibt Immobiliengutachter, die sagen, dass jedes Dezibel über 50 dB(A) bis zu einem Prozent Wertverlust für Immobilien bedeuten kann. (Quelle: Pressemitteilung Immoverkauf24 vom 2. Mai 2018) In der Mettmanner Nordstraße ist mit einem Lärmpegel von ca. 70 dB(A) zu rechnen.

Das bedeutet, dass hier die Immobilien bis zu 20 Prozent weniger wert sind als vergleichbare in ruhigeren Lagen. Seit 2015 die Seibelquerspange eröffnet wurden fahren jetzt mehr und mehr 40 Tonner über die Nordstraße. Bis dato war die Nordstraße für LKW über 3,5t gesperrt! Die Anzahl der Busse hat sich auf über 300 pro Tag erhöht! Die Anzahl der PKW steigt ebenfalls, ein Großteil des früheren Verkehrs der Breitestraße geht jetzt über die Nordstraße.

Bisher hat die Stadt Mettmann nichts für die Anwohner der Nordstraße unternommen. Im Gegenteil, ob da jetzt 10.000 oder 11.000 Autos am Tag die Straße passieren ist den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung Jacke wie Hose. Und jetzt kommt in für die Bürger finanziell schwierigen Zeiten die Planung, im städtischen Haushalt 2021 auch noch die Grundsteuer von 480 auf 780 Prozentpunkte zu erhöhen. Das sind 65 Prozent!

Jahrelang wurde schlecht gewirtschaftet, der Bürger hatte immer treu und brav bezahlt. Aber irgendwann ist das Fass voll. Und irgendwann ist jetzt.

Frau Bürgermeisterin, Ratsfrauen und Ratsherren, Damen und Herren Verwaltungsangestellte, stoppen Sie diese maßlose Erhöhung der Grundsteuer! Hinterfragen Sie die Pläne für die neue Feuerwehr, die Überplanung der Stadthalle oder die Luxussanierung von Straßen wie dem Düsselring. Erarbeiten Sie einen ausgewogenen Plan zur Sanierung des Haushalts in den nächsten Jahren ohne unverhältnismäßige Steuererhöhung!

Und vergessen Sie nicht, den Wertverlust unserer Immobilien zu stoppen! Weniger Lärm durch Tempo 30 und LKW-Fahrverbot auf der Nordstraße!

Günter Meckel und Monika Van Der Knaap“