NRW-Landesregierung: Eigenes Verfahren für Radweg an der L239

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Einen Radweg entlang der L239 fordert unter anderem der ADFC im Neanderland: Für Radler wurde an der Einmündung zur Kantstraße in Mettmann eine Markierung aufgebracht. Archivfoto: Kreisstadt Mettmann
Einen Radweg entlang der L239 fordert unter anderem der ADFC im Neanderland: Für Radler wurde an der Einmündung zur Kantstraße in Mettmann eine Markierung aufgebracht. Archivfoto: Kreisstadt Mettmann

Ratingen/Mettmann. Die Grünen haben eine Anfrage zur L239 an die Landesregierung gestellt. Inzwischen liegt die Antwort vor.

Der bauliche Zustand der L239, auf dem Teilstück zwischen der A3 bis zur A44, ist ein Dauerthema in den Städten Mettmann und Ratingen. Die Sanierung der Landesstraße rückt näher, beim Radweg war das bislang nicht der Fall.

Mit einer sogenannten kleinen Anfrage haben die beiden Grünen-Abgeordneten Stefan Engstfeld und Arndt Klocke das Thema in den Düsseldorfer Landtag gebracht. Sie wollten wissen, ob bei der geplanten Verbreiterung der Fahrbahn auch sichergestellt ist, dass Radfahrende ausreichend berücksichtigt werden.

Die Antwort der Landesregierung liegt nun vor und macht Stefan Engstfeld Hoffnung auf eine Lösung für den Radverkehr entlang der L239: „Die Landesregierung sagt zu, dass hier zeitnah ein geeigneter Radweg entstehen soll. Dabei hieß es lange, dass dies nicht machbar sei. Ich erwarte nach dieser positiven Kehrtwende, dass dies jetzt auch zügig Gestalt annimmt.“

Von Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, heißt es in der Antwort unter anderem: Die Realisierung des Radweges werde mit einem separaten
Planverfahren betrieben. „Das Radwegeprojekt kann zudem aufgrund seines zu erwartenden finanziellen Umfangs nicht Bestandteil der Fahrbahnsanierungen sein und ist deswegen den Projekten des Radwegeprogramms zuzuordnen.“

Der Minister antwortet zudem schriftlich: „Die Landesregierung ist der Auffassung, dass die L239 hier in geeigneter und zeitnah realisierbarer Weise mit einem dieser Landesstraße zugeordnetem Radweg ausgestattet werden soll. Die Landesregierung setzt sich
dafür ein, dass die dafür erforderlichen Voraussetzungen geschaffen werden.“

Aus Informationen des Regionalrates Düsseldorf gehe nach Angaben der Grünen-Abgeordneten hervor, dass ein Radweg nun zwar angedacht ist, allerdings würden die Planungen frühestens in zehn Jahren beginnen.

„Das geht für mich an der Lebensrealität vorbei. Viele Menschen steigen jetzt auf das Rad um. Diesem Umstand müssen die Bedingungen auf den Straßen zügig gerecht werden“, so Engstfeld. „Die Landesregierung muss nun den Beweis antreten, dass das jüngst angekündigte Fahrradgesetz auch für mehr Radverkehr sorgen soll, und nicht bloß heiße Luft ist. Ich werde nicht locker lassen, bis sich die Situation mit einem Radweg auf der L239 gebessert hat“.