Buch erinnert an Karl-May-Gastspiele in Ratingen

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dem heutigen Karl-May-Museum in Radebeul. Bildrechte: Karl-May-Verlag, Bamberg
Karl May in seiner Bibliothek in der Villa Shatterhand, dem heutigen Karl-May-Museum in Radebeul. Bildrechte: Karl-May-Verlag, Bamberg

Ratingen. Ein neues Buch aus dem Portfolio des Karl-May-Verlags erinnert an die Gastspiele in Ratingen bis in die Neunzigerjahre. 

Die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und Elspe sind bekannt, doch Winnetou und Co standen viele Jahre auch in Ratingen auf der Bühne. Bereits 1949 – und damit einige Jahre vor dem Start in Bad Segeberg und Elspe – hauchte man Karl Mays Helden auf der Naturbühne am Blauen See Leben ein.

In dem Stück „Old Shatterhand“ traten damals Akteure wie Bernd Nesselhut (Old Shatterhand) und Fritz Theuring (Old Wabble) auf. Nach zwei Spielzeiten war zunächst Schluss, dann wagte man in den 1960er-Jahren in Ratingen erneut den Versuch, bevor ab 1974 Gastspiele im sauerländischen Elspe mit Stars wie Pierre Brice und Claus Wilcke für ausverkaufte Vorstellungen sorgten. Die Ratinger Karl-May-Zeit endete nach der Spielzeit 1994 – seitdem sind Winnetou und Co. am Blauen See Geschichte.

Informationen zum Buch: Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke: „Karl May auf der Bühne“, Band 1, Karl-May-Verlag Bamberg, Radebeul, April 2021, 400 Seiten, Großformat 21,0 x 29,7 cm, ISBN 978-3-7802-0143-0, 49 Euro, Hardcover / laminierter Pappband mit Gold-Veredelung.

Nun erinnert nun ein soeben erschienenes Buch aus dem Karl-May-Verlag Bamberg an die Ereignisse. Mit dem ersten von drei Bänden startet der seit 1913 bestehende Verlag die neue Buchreihe „Karl May auf der Bühne“, die die Geschichte der Theateraufführungen mit Karl Mays Traumwelten aufrollt.

Der erste Band ist im bebilderten Großformat erschienen. Die Autoren thematisieren darin unter anderem frühe Winnetou-Dramatisierungen in den 1930er- und 1940er-Jahren sowie zahlreiche weitere Festspiele, die bis zum Beginn der Karl-May-Filmwelle der 1960er-Jahre entstanden.

Weitere Informationen gibt es online unter www.karl-may.de.