Kontaktnachverfolgung für Gastronomie und Co: Im Kreis Mettmann nicht mit „Luca“

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Die Luca-App ist nicht mit dem IRIS-Gateway kompatibel, kann im Kreis Mettmann also nicht für die digitale Kontaktnachverfolgung genutzt werden. Foto: Volkmann
Die Luca-App ist nicht mit dem IRIS-Gateway kompatibel, kann im Kreis Mettmann also nicht für die digitale Kontaktnachverfolgung genutzt werden. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Die Betriebe im Kreis Mettmann können aus verschiedenen Apps wählen, um Kontakte digital zu erfassen. Die Luca-App steht dafür allerdings nicht zur Verfügung. 

Zu den Öffnungsstrategien in Corona-Zeiten gehört, Infektionsketten möglichst effektiv zu unterbrechen. „Hierfür ist eine zuverlässige Kontaktnachverfolgung entscheidend“, so die Kreisverwaltung. Nach der Coronaschutzverordnung bestehe beispielsweise für die Gastronomie die Verpflichtung, den Besuch von Kunden und Gästen zu dokumentieren. „Im besten Fall erfolgt dies über digitale Lösungen, bei denen direkt einlesbare Datenformate erstellt werden.“

Der Kreis hatte Ende Mai erläutert, welches Verfahren dabei zum Einsatz kommt bzw. bereits genutzt werden kann. „Allerdings gibt es offenbar bei vielen Betrieben, aber auch Kunden immer noch Missverständnisse, die zum Beispiel dazu führen, dass die Luca-App genutzt wird, obwohl genau diese App eben nicht mit der vom Kreis gewählten Lösung kompatibel ist“, informiert die Kreisverwaltung nun.

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Der Kreis Mettmann erklärt hierzu: Bei der Luca-App handele es sich im Gegensatz zu den meisten anderen Lösungen um ein geschlossenes System. Auch Datenschutz- und Sicherheitsprobleme seien bekannt. Zudem würde die Verwendung den Kreis Mettmann eine fünfstellige Summe kosten.

„Der Kreis Mettmann hat sich deshalb in Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen dafür entschieden „IRIS connect“ einzusetzen“. Dieses System mache die Daten aus zahlreichen Kontaktnachverfolgungs-Anwendungen für die Gesundheitsämter nutzbar. Gewerbe- oder Handeltreibende müssten sich dadurch nicht auf eine spezielle Lösung einstellen, sondern haben „freie Hand“ in der Auswahl der für ihren Verantwortungsbereich passenden Kontaktverfolgungs-Lösung – „empfehlenswert ist lediglich, dass die ausgewählte Lösung mit IRIS kompatibel ist“, so die Kreisverwaltung. Ende Juni soll das System startbereit sein.

Für Bürger gibt es inzwischen auch „bündelnde“ Apps wie die „Meine Checkins“-App. Damit kann man eine Vielzahl von IRIS-kompatiblen Lösungen mit einer App bedienen.

Bis zur Realisierung der IRIS-Lösung können Betriebe, die zur Kontakterfassung verpflichtet sind, über ein vom Kreis Mettmann bereitgestelltes Formular sowohl aus den Apps generierte Dateien im Excel- oder CSV-Format, als auch eingescannte handschriftlich ausgefüllte Belege (im PDF-Format) hochladen. Hier der Link zum Formular: https://bit.ly/3fsoik1.