IT-Firma Timocom stößt Change-Prozesse an

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In der Geschäftsführung ist man gespannt, wie die Maßnahmen bei den Mitarbeitenden ankommen: Sebastian Lehnen und Tim Thiermann. Foto: Timocom
In der Geschäftsführung ist man gespannt, wie die Maßnahmen bei den Mitarbeitenden ankommen: Sebastian Lehnen und Tim Thiermann. Foto: Timocom

Erkrath. Anfang November war es so weit: Geschäftsführer Tim Thiermann hat bei Timocom den „Teamocom“-Space, die neue Arbeitswelt des Freight-Tech-Unternehmens, eröffnet.

Auf einer Pilotfläche von 430 Quadratmetern wurden acht verschiedene Raummodule geschaffen, die nun für ein halbes Jahr von allen Abteilungen getestet und bewertet werden. „Uns war es sehr wichtig, dass jede Fachabteilung die Zeit bekommt, die Fläche individuell zu testen“, sagt die Projektverantwortliche Luisa Schlüter. „Nur so können wir herausfinden, für wen welche Raummodule funktionieren und wer welche Ausstattung braucht.“

Sämtliche Bereiche seien mit modernster Technik ausgestattet, teilt das Unternehmen mit. Es gebe höhenverstellbare Schreibtische für die Einzelarbeit oder Meetingräume mit Surface Hubs für hybrides Arbeiten. „Die letzten Monate haben unsere Art zu arbeiten nachhaltig verändert“, so Tim Thiermann. „Das remote Arbeiten hat zwar wunderbar funktioniert, aber wir haben doch gemerkt, dass uns der Austausch mit den Kollegen, das Zusammenkommen im Büro oder in der Kaffeeküche fehlt. Einige neue Mitarbeiter konnten die Kultur bei Timocom bisher nicht in vollem Umfang kennenlernen. Das wollen wir ändern.“ Unter anderem wolle man die Kreativität und Zusammenarbeit fördern.

Die ersten Besucher hätten sich von der Gestaltung „sehr beeindruckt“ gezeigt, resümiert man bei Timocom. Farben, Bodenbelägen und Materialen dienen der Atmosphäre. In allen Räumen finden sich die Kunden und die Logistik als Zielbranche des IT-Unternehmens wieder. Zusätzliches Ambiente schaffen Bilder des Erkrather Künstlers Martin Schumacher und ein eigenes Bürocafé.

Die räumliche Ausgestaltung ist nur ein Baustein der „New Ways of Working“ bei Timocom. Der erste Schritt betraf die Flexibilisierung der Arbeit: „Nach Befragung aller Mitarbeiter habe festgestanden fest, dass es nur noch einen Präsenztag in der Woche geben wird, den sogenannten Collaboration Day“. An den anderen vier Tagen könne jeder selbst entscheiden, ob er von zuhause oder im Büro arbeiten möchte. Im zweiten Schritt kümmerte sich das HR-Team um die Stärkung der Kommunikation und des Austauschs.

Der dritte und vorerst letzte Schritt ist die Anpassung der räumlichen Zusammenarbeit. Dafür wurden gemeinsam mit „bene“, den Kölner Experten für Büroraumkonzepte, die nun zum Test stehenden Raummodule entwickelt. Inhouse entsandte jede Abteilung einen sogenannten „Change Agent“ in die Projektgruppe, die sechs Monate lang am Feinschliff gearbeitet hat. Schließlich wurde vier Monate lang umgebaut.

Tim Thiermann: „Jetzt freue ich mich tierisch darauf, den Bereich zu testen und bin gespannt, wie er bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ankommt.“ Mehr Informationen unter www.timocom.de.