Rat stimmt mit neuer Organisationstruktur der Verwaltung zu

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Die Aufschrift
Die Aufschrift "Rathaus" ist an einer Wand angebracht. Foto: Volkmann/symbolbild

Mettmann. Mit großer Mehrheit hat der Rat am Donnerstagabend der neuen Aufbauorganisation der Stadtverwaltung zugestimmt. Das teilt die Stadt mit.

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann wird das Dezernat 1 übernehmen. Das Justiziariat wird in Dezernat 1als Stabsstelle geführt.

Außerdem werden der Verwaltungsspitze künftig drei statt wie bisher zwei Beigeordnete angehören. Neben der Finanzbeigeordneten Veronika Traumann sollen auch die Dezernate „Planung, Bau, Betriebe“ und „Jugend, Soziales, Bildung“ von Beigeordneten geleitet werden. Ein entsprechender Beschluss zur Änderung der Hauptsatz wurde gefasst.

Mehr als ein halbes Jahr hatte das Beratungsunternehmen IMAKA, dass mit einer Organisationuntersuchung der Stadtverwaltung beauftragt worden war, sämtliche Dienststellen der Kernverwaltung durchleuchtet und zusammen mit der Verwaltung, der Personalvertretung und der Politik eine Organisationsstruktur entwickelt, mit der die Verwaltung gut und zukunftsorientiert aufgestellt werden soll. So wird beispielsweise ein neues Amt aufgebaut, das für die Digitalisierung und Informationstechnik zuständig sein wird. Der Bereich Klimaschutz soll personell besser aufgestellt und im Büro der Bürgermeisterin dezernatsübergreifend tätig werden.

Für den Baubetriebshof wird nicht mehr das Dezernat „Finanzen, Brandschutz und Rettungsdienst“ verantwortlich sein, er fällt in den Zuständigkeitsbereich des Dezernats „Planung, Bau, Betrieb“.

Noch keine Entscheidung wurde darüber getroffen, welcher Verwaltungseinheit die Musikschule, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule künftig angehören sollen. Zu diesem Punkt hatte die Politik noch Beratungsbedarf angemeldet. Bürgermeisterin Pietschmann hatte die Kultureinrichtungen in einer gemeinsamen Stabsstelle „Wirtschaftsförderung, Kultur und Gesellschaft“ verankert. Dagegen gab es Stimmen aus der Personalvertretung und den Fraktionen, die die Bildungseinrichtungen im Dezernat „Jugend. Soziales, Bildung“ lassen wollen.

Nach der politischen Beschlussfassung zur neuen Aufbauorganisation sollen nun schnellstmöglich die freien Amts- und Abteilungsleiterstellen ausgeschrieben und besetzt werden. Der hohe Anteil von unbesetzten Stellen gerade in den Führungsfunktionen schränke die Leistungsfähigkeit der Verwaltung ein.

Mit viel Lob, mit Respekt und Anerkennung bedankte sich die Ratsmehrheit bei Bürgermeisterin Pietschmann für die Bereitschaft, eine Dezernatsleitung zu übernehmen und so selbst auch einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten. Die neue Verwaltungsstruktur sei der richtige Weg in die Zukunft. Die deutliche Mehrheit, mit der der Rat der neuen Organisationsstruktur zugestimmt hatte, „macht es uns leichter, jetzt schnell in die Startblöcke für die Besetzung der freien Amtsleiter- und Abteilungseiterstellen zu kommen“, erklärte Bürgermeisterin Pietschmann.