„Spiel 2022“ in Essen: Ausstellungsfläche erreicht Vor-Corona-Niveau

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In Essen dreht sich um Herbst wieder alles um Brett- und Kartenspiele. Foto: Volkmann
In Essen dreht sich um Herbst wieder alles um Brett- und Kartenspiele. Foto: Volkmann

Bonn/Essen. Die Ausstellungsfläche der weltgrößten Messe für Brett- und Kartenspiele „SPIEL’22“ wächst um 75 Prozent und erreicht damit wieder Vor-Corona-Niveau. Das teilt der veranstaltende Friedhelm-Merz-Verlag mit. 

Bereits im letzten Jahr zeigte die „Spiel 2022“ (Eigenschreibweise: SPIEL’22), wie relevant für Anbieter von Brett- und Kartenspielen die jährliche Präsentation der Produkte auf der Weltleitmesse für Gesellschaftsspiele ist. Trotz umfangreicher Reisebeschränkungen und Hygienevorschriften fanden 2021 hunderte Spieleverlage aus 41 Nationen ihren Weg auf das Essener Messegelände.

„Die letztjährige erfolgreiche Durchführung hat dafür gesorgt, dass sich bereits im Januar dieses Jahres ein hohes Buchungsaufkommen für die „Spiel 2022“ abzeichnete. Heute kann die Messe ein Wachstum von 75 Prozent in Bezug auf ihre Ausstellungsfläche vermelden und knüpft damit schneller als gedacht an das Vor-Corona-Niveau 2019 an. Insbesondere positiv überrascht hat uns das hohe Engagement von Ausstellern aus Drittstatten. So begrüßen wir eine Vielzahl an Spieleverlagen aus Asien, Nord- und Südamerika, Afrika und Australien. Viele Aussteller aus Ländern wie Vietnam, Armenien, Kuwait, Katar sind erstmals mit an Bord“, berichtet Dominique Metzler, Geschäftsführerin des veranstaltenden Friedhelm Merz Verlages, einer Tochtergesellschaft der Spielwarenmesse eG.

Die Fülle der bereits gemeldeten neuen Brett-, Karten- und Rollenspiele verspricht Spielbegeisterten und dem Handel erneut einen vielfältigen Spielejahrgang, der jeden Geschmack und jedes Alter bedient. Tausende Tische werden vor Ort bereitstehen und die Besucher aus aller Welt zum Testen und Kaufen einladen.

Konsequent weiter ausgebaut wird das Rahmenprogramm der „Spiel“. So findet am Freitag, den 7.10.22, wieder der Educator’s Day statt. Er richtet sich an Pädagogen, Lehrende und andere Interessierte. Praxisnahe Vorträge und Diskussionsrunden zeigen auf, wie Brettspiele im Unterricht sowie in der Gemeinde- und Seniorenarbeit eingesetzt werden können. Ein von Asmodee Research gehaltenes Panel präsentiert Spiele, die für Menschen mit kognitiven Störungen entwickelt wurden und präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet. Interessierten Pädagogen steht freitags der Saal Europa zur Verfügung. Dort stellen Verlage an extra bereitgestellten Spieltischen Spiele vor, die sich gut im Unterricht einsetzen lassen. Zudem erhalten Pädagogen am Freitag Zutritt zur Neuheitenschau in Halle 1A, in der sie sich einen Überblick über alle aktuellen Brettspielneuheiten verschaffen können.

Wissenschaftlich geht es am Samstag, 8. Oktober, zu. Unter dem Titel „Mehr als nur Zeitvertreib? Brettspieleforschung in Deutschland“ lädt „Boardgame Historian“ in den Saal Panorama zum Research Day während der „Spiel 2022“ ein. In vier Podiumsdiskussionen werden die Themen „Geschichte in Brettspielen“, „Brettspielsammlungen“, „Repräsentation in Brettspielen“ und „Potentiale einer Brettspielforschung für Branche und Autoren“ mit Experten aus Wissenschaft und Szene diskutiert. Im Anschluss an die Panels gibt es Zeit für Fragen und Diskussionen.

Familien mit kleinen Kindern können sich nach der letztjährigen Pause in diesem Jahr wieder auf zahlreiche Animationsflächen in der „Galeria“ freuen. Eine intergalaktische Mitspielreise, ein Jonglierstudio, 20.000 Holzbausteine, welche die Besucher einladen, spektakuläre Skulpturen, Brücken und Gebäude zu bauen, ein Bällebad und vieles mehr sorgen für Spielspaß in XXL.