Illegale Rodung: Rheinkalk fordert Schadensersatz

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Blick auf das Kalkwerk von Lhoist. Foto: Kling
Blick auf das Kalkwerk von Lhoist. Symbolfoto: Kling

Wülfrath. Auf Wülfrather und auch auf Wuppertaler Stadtgebiet kam es zur illegalen Rodung auf Flächen von Lhoist-Rheinkalk. Jetzt fordert das Unternehmen Schadensersatz.

Illegale Rodungen auf Flächen der Lhoist Germany/Rheinkalk GmbH werden unverzüglich zur Anzeige gebracht. Das teilt das Unternehmen mit. Außerdem will das Unternehmen Schadensersatz von den Verursachern einfordern.

Zuletzt war es nach Mitteilung von Lhoist in Wülfrath am Angerweg in Rohdenhaus zur illegalen Rodung auf einer Fläche des Unternehmens gekommen, die als geschützter Landschaftsbestandteil gilt. Lhoist sichere den Bestand der Fläche seit Jahren.

„Die Rodung wurde von einem aufmerksamen Anwohner entdeckt, der die Stadt Wülfrath benachrichtigte“, meldet Lhoist. „Umgehend wurden auch die Untere Naturschutzbehörde, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie der Kreis Mettmann informiert.

Unbefugte hatten am Angerweg ca. 300 Quadratmeter Waldfläche illegal gerodet. Um die Einsehbarkeit des Geländes vom angrenzenden Wanderweg zu verhindern, wurden tarnfarbene Sichtschutzmatten angebracht. Die Fläche wurde dann scheinbar zur Verarbeitung von Brennholz genutzt, mit großdimensionierten Gitterboxen und Forstmaschinen.“

„Der Aufwand zur Wiederherstellung der Fläche ist groß“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens weiter. „Lhoist geht von mehreren zehntausend Euro aus. So müssten eingebrachter Oberboden, Grünschnitt, Bauschutt sowie sonstige Materialien entfernt werden, bevor dann mit der Aufforstung begonnen werden könne. Zur Wiederherstellung der Fläche sollen dann vor allem Rotbuchen, Weißkiefern und Heister gepflanzt werden.“