Die Emscher: Geschichte eines Schicksalsflusses

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Ein Bild einer Brücke über die Emscher. Foto: Emschergenossenschaft/Archiv
Ein Bild einer Brücke über die Emscher. Foto: Emschergenossenschaft/Archiv

Essen. Seit September zeigt das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein die Sonderausstellung „Die Emscher. Bildgeschichte eines Flusses“. 

Im Rahmen des umfangreichen Begleitprogramms zur Ausstellung startet am 18. Oktober eine hochkarätig besetzte, wissenschaftliche Vortragsreihe. Sie beschäftigt sich mit der wechselhaften Geschichte der Emscher und dabei schwerpunktmäßig mit der Umweltgeschichte, der Wasserwirtschaft sowie dem Umbau des Emschersystems und seiner Zukunft. Bis zum 8. November finden vier Vorträge jeweils dienstags um 18 Uhr im Kokskohlenbunker des Ruhr Museums statt.

Den Auftakt macht am Dienstag ab 18 Uhr der Historiker und Mediziner Professor Franz-Josef Brüggemeier mit seinem Vortrag „Die Kartoffeln wuchsen besonders gut. Geschichte der Umwelt im Ruhrgebiet“. Gemeinsam mit Thomas Rommelspacher hat Franz-Josef Brüggemeier das Standardwerk zur Umweltgeschichte des Ruhrgebiets geschrieben: „Der blaue Himmel über der Ruhr“. Die Geschichte des Abwasserflusses Emscher spielt dabei eine besondere Rolle.

Professor Brüggemeier studierte Geschichte, Sozialwissenschaften und Medizin. 1982 promovierte er an der Universität Essen mit einer Arbeit zur Geschichte der Bergleute. Von 1983 bis 1994 arbeitete er an der Fernuniversität Hagen. In seiner Habilitation 1994 befasste er sich mit der Luftverschmutzung im 19. Jahrhundert. An der Universität in Hannover war er von 1995 bis 1998 als Historiker tätig. Im Anschluss war er bis 2018 Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Freiburg. Zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts veröffentlichte er zahlreiche Publikationen, zuletzt mit den Schwerpunkten auf der Geschichte der Umwelt, des modernen Sports und Großbritannien im 20. Jahrhundert.

Alle Veranstaltungen der Vortragsreihe sind kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte kontaktieren Sie den Besucherdienst des Ruhr Museums unter besucherdienst@ruhrmuseum.de oder von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter 0201 24681 444.