Johannes-Flintrop-Straße: Radfahrstreifen sollen Parkplätze nicht verdrängen

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Parkplätze an der Johannes-Flintrop-Straße. Foto: Kreisstadt Mettmann/Archiv
Parkplätze an der Johannes-Flintrop-Straße. Foto: Kreisstadt Mettmann/Archiv

Mettmann. Auf der Johannes-Flintrop-Straße sollen Parkplätze nicht durch Radstreifen verdrängt werden. 

„Bürgerworkshops, Beteiligungsverfahren und Gespräche mit den Radsportvereinen, dem ADFC sowie weiteren Akteuren, Berichte und Dokumentationen. Wir haben alles getan, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung des Radverkehrskonzepts mitzunehmen, einzubinden und sie umfassend über die Ergebnisse zu informieren. Doch wenn es an die Umsetzung größerer Maßnahmen geht, zeigen sich viele Bürgerinnen und Bürger überrascht und erklären uns, dass sie davon nichts gewusst hätten“.

Marcel Alpkaya, bei der Stadt für Radverkehrsangelegenheiten zuständig, berichtete im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität Dienstagabend über Beschwerden von Anwohnern der Johannes-Flintrop-Straße. Sie seien nicht damit einverstanden, dass für die Markierung von Fahrradstreifen zwischen den Straßen Klein Goldberg und Goldberger Straße 55 bis 57 Parkplätze wegfallen sollten.

„Wo sollen wir mit unseren Autos hin? Was sollen vor allem ältere Menschen machen, wenn sie nicht mehr vor ihrem Haus parken können?“, fragten Anwohner. Nicht nur sie, sondern auch ambulante Pflegedienste, Lieferverkehr und Handwerker könnten dann nicht mehr in diesem Straßenabschnitt parken. Das hätte einen Verdrängungsprozess von Fahrzeugen in den Goldberg zur Folge, wodurch dort ein Parkchaos verursacht würde.

Auf der Suche nach einem Kompromiss und einer kontrovers geführten Diskussion wurde mehrheitlich beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, einen Markierungsplan erstellen zu lassen, der eine Führung des Radverkehrs durch beidseitig angelegte Radstreifen vorsieht, wobei nach Möglichkeit aber keine beziehungsweise möglichst wenige Parkplätze wegfallen sollten. Ein Gegenvorschlag, bei dem sämtliche Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt werden sollten, fand keine Mehrheit.

Mit der Verabschiedung des Radverkehrskonzepts war für das Teilstück der Johannes-Flintrop-Straße eine beidseitige Radwegeführung durch das Markieren von Radfahrstreifen beschlossen worden.

Im kommenden Frühjahr wird die Fahrbahndecke der oberen Johannes-Flintrop-Straße zwischen Klein Goldberg und Goldberger Straße saniert. Zuvor werden in diesem Bereich von der Abteilung Stadtentwässerung punktuell Kanalarbeiten durchgeführt. Nach Ende der Fahrbahnsanierung sollte dann die neue Radwegeführung mit der restlichen Straßenmarkierung aufgetragen werden.

Wie es nun weitergehen kann, soll nun ein Planungsbüro ermitteln und der Öffentlichkeit im Fachausschuss im kommenden Jahr vorstellen.