Der Saal der Wülfrather AWO war voll bei der Vorstellung der beiden Bürgermeisterkandidaten. Fotos: Kling

Wülfrath. Im vollbesetzten Saal der Wülfrather AWO haben sich am Abend die beiden Bürgermeisterkandidaten Sebastian Schorn und Christian Wolf vorgestellt und ihre Positionen erläutert.


Sebastian Schorn ist 51 Jahre alt, Mitglied der CDU und von der CDU sowie der Wählergemeinschaft Wülfrather Gruppe als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. In die gleiche Altersgruppe gehört auch Christian Wolf, 48 Jahre alt, Mitglied der SPD, die ihn ebenso wie die Grünen als Bürgermeisterkandidaten unterstützt.

Schorn arbeitet seit neun Jahren in der Wülfrather Stadtverwaltung, Wolf wohnt seit acht Jahren in Wülfrath. Beide haben mit Finanzen zu tun: Sebastian Schorn ist seit 2023 Kämmerer und Stellvertreter des Bürgermeisters in Wülfrath, Christian Wolf ist Finanzdezernent der Universität Düsseldorf. Nur bei den Summen, für die beide verantwortlich sind, gibt es erhebliche Unterschiede: Während die Universität Düsseldorf einen Etat von 500 Millionen Euro hat, muss sich Wülfrath im Jahr mit Einnahmen von 80 Millionen Euro begnügen.

Unter der Regie des AWO-Vorsitzenden Peter Zwilling stellten sich die Kandidaten den gut 200 Gästen im früh besetzten Saal der AWO, darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Parteien und der Wählergemeinschaft.

Christian Wolf präsentierte sich als Herausforderer nach dem Motto „In Wülfrath geht mehr“. Er ist politischer Newcomer und fordert Veränderungen. Sebastian Schorn, seit 34 Jahren in der Kommunalverwaltung tätig, zeigte sich überzeugt, dass sich „Kreativität und Verwaltung“ miteinander verbinden lassen.

Den meisten Beifall erhielt Christian Wolf, als er kritisierte, dass sich die Politik im Rat der Stadt zu oft im Klein-Klein verliere, statt das Gemeinsame zu sehen.

Einigkeit bestand zwischen beiden Kandidaten in der Einschätzung der besonderen Bedeutung des Ehrenamts in Wülfrath. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer wäre die Stadt deutlich ärmer.

Auch wenn einzelne Zuhörer versuchten, durch kräftigen Beifall den einen oder anderen Kandidaten besonders zu unterstützen, dürften am Ende der Trend und die grundsätzlichen Sympathien der Wählerinnen und Wähler den Ausschlag für die Entscheidung am 14. September geben. Sympathisch präsentierten sich an diesem Abend beide Bürgermeisterkandidaten.