Wülfrath. Der Herzog-Wilhelm-Markt braucht nur eines: trockenes Wetter. Dann läuft alles wie von selbst, dann strömen die Menschen in Scharen herbei. Der gemütliche Weihnachtsmarkt rund um die Stadtkirche gehört zu den schönsten Märkten in der Region – am Samstagabend machten sich viele selbst ein Bild davon.
Es war ein Lehrstück, wie abhängig Weihnachtsmärkte unter freiem Himmel sind: Am Freitag regnete es zur Unzeit – die Menschen blieben zuhause, viele jedenfalls. Am Samstag war alles trocken, bestes Weihnachtsmarkt-Wetter, und es gab kein Halten mehr. Jung und alt machten sich auf den Weg, um ihre Runden auf dem Kirchplatz zu drehen. Um zu essen, zu trinken, Freunde und Bekannte zu treffen. All das gab es am Samstag in Hülle und Fülle.
An den üblichen Stellen musste geduldig sein, wer zum Crepes oder zum Grünkohl wollte, oder einfach an anderen vorbei.
Auf der Bühne gab es das erhoffte große Spektakel. “Optical Disaster” ist schon der Name der Band mit dem Wülfrather Sänger Dirk Bovensiepen. Und “Bovie” schlüpfte im Laufe der drei Stunden in so manche Verkleidung, allerliebst als “Udo” mit Hut und Sonnenbrille. Und jeder konnte für sich entscheiden, ob es sich nun um “optische Desaster” handelte oder nicht.
Die Stimmung vor der Bühne war jedenfalls euphorisch bis ekstatisch – ganz so wie es bei einem Konzert sein sollte. Zwölf Konzerte an zehn Tagen hatte Thomas Reuter, Vorsitzender des Fördervereins für die zehn Tage Herzog-Wilhelm-Markt ersprochen. Heute geht es um 19 Uhr mit Blasmusik der “Bergischen Blech Boys” wahrscheinlich etwas ruhiger weiter.
Der Markt öffnet um 14 Uhr. Eine Stunde früher um 13 Uhr beginnt der verkaufsoffene Sonntag. Bei den Wetteraussichten dürfte die Innenstadt auch an diesem Sonntag wieder einen Besucherandrang erleben.
Das Programm:
https://supertipp-online.de/wp-content/uploads/2025/11/16691-HWM-Folder-2025.pdf


