
Kreis Mettmann. Bei einem Austausch von Landtagsabgeordneten mit dem Vorstand der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrverbands NRW, Ute Feldbrügge, Karin Wichmann, Sami Celik und Manfred Krick, erhielten die Landtagsabgeordneten Martin Sträßer MdL und Christian Untrieser MdL einen aktuellen Einblick in die Herausforderungen und Chancen der sozialen Arbeit.
Im Zentrum standen die anstehende Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz), das Angebot für Kinder suchtkranker Eltern durch die Sozialpsychiatrische Gesellschaft Niederberg (SGN) sowie die gesellschaftliche Diskussion über Migration und ihre Auswirkungen. Die Diskussion zeigte deutlich, wie wichtig der direkte Austausch mit den Praktikerinnen und Praktikern vor Ort ist, um politische Entscheidungen praxisnah und wirksam zu gestalten.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband bat um Erläuterungen zum Eckpunktepapier zur Reform des Kibiz. Dazu erklärten die örtlichen Landtagsabgeordneten Sträßer und Untrieser: „Wir setzen wichtige Impulse für die Zukunft der frühkindlichen Bildung in Nordrhein-Westfalen. Besonders die geplante Entbürokratisierung und Flexibilisierung werden die Einrichtungen spürbar entlasten. Die Gewinnung und Qualifizierung von Personal wird finanziell gefördert, um den steigenden Bedarf langfristig zu sichern. Ab 2027 wird die Grundfinanzierung (Kindpauschale) jährlich um 200 Millionen Euro erhöht.“ Wichtig war beiden Abgeordneten, dass die Erarbeitung der Eckpunkte unter Beteiligung der Betroffenen erfolgte.: „Nicht alle Wünsche können erfüllt werden. Aber es bestand Einigkeit, dass die Richtung stimmt.“
Des Weiteren wurde über das Landesprogramm KIPS Prävention NRW „Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern stärken“ gesprochen. Dieses Programm geht in die zweite Phase mit einer Förderung bis 2029. Dazu die Abgeordneten: „Die Zahl der Betroffenen steigt leider weiter. Daher ist es gut, dass dieses Projekt in die zweite Phase startet. Aus der Projektarbeit ein dauerhaftes Angebot und eine dauerhafte Finanzierung zu entwickeln, bleibt jedoch ein anspruchsvolles Ziel.“
Die Migrantenorganisationen stehen unter wachsendem Druck in der gesellschaftlichen Diskussion zur Migration. Dabei zeigte sich, dass sich die Ziele weitgehend decken. Untrieser und Sträßer: „Für uns alle steht bei Menschen mit internationaler Familiengeschichte das Ziel der Integration im Vordergrund. Auch die Forderung nach Ausweisung derjenigen, die sich nicht integrieren wollen oder gegen die Regeln unserer Gesellschaft verstoßen, findet Zustimmung. Wir müssen alles tun, in der Debatte hier stärker zu differenzieren.“ Der Landeshaushalt 2026 spart nicht bei der Integration. Städte und Gemeinden erhalten über das Flüchtlingsaufnahmegesetz rund 644 Millionen Euro. Zusätzlich stehen 100 Millionen Euro für gesellschaftliche Teilhabe bereit und stärken zentrale Ausländerbehörden. „Organisationen für Menschen mit internationaler Familiengeschichte bleiben für uns unverzichtbare Partner, um Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt praktisch umzusetzen.“ Dazu zählt auch der Einsatz gegen den Fachkräftemangel. Hier ist Zuwanderung unverzichtbarer Teil der Lösung“, so die Landtagsabgeordneten Martin Sträßer und Christian Untrieser.
Das Gespräch mit der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW hat gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Praxis ist. „Als CDU-Landtagsabgeordnete werden wir die gewonnenen Eindrücke in die parlamentarische Arbeit einbringen und uns dafür einsetzen, dass die Anliegen der sozialen Träger und Migrantenorganisationen Gehör finden. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen in Bildung, Integration und sozialer Infrastruktur meistern“, so Untrieser und Sträßer.

