Eine Frau ist bei Dunkelheit unterwegs. Foto: pixabay
Eine Frau ist bei Dunkelheit unterwegs. Foto: pixabay

Hilden. Die Piraten fordern die Prüfung eines städtischen Gutscheinprogramms, das Frauen in den Nachtstunden kurzfristig sichere Heimwege ermöglicht.


Mit ihrer anregung knüpfen die Piraten an die UN‑Kampagne “Orange the World” an. Der Stadtverband betont zugleich: “Schutz vor Gewalt ist eine tägliche Aufgabe, nicht nur in einem Kampagnenzeitraum – was die Wichtigkeit der Kampagne aber keineswegs mindern soll.” Ziel sei letztlich die Prüfung und mögliche Einführung des Gutscheinmodells — konkret könnten das unter anderem Taxigutscheine, Fahrdienstzuschüsse oder Kooperationen mit Mobilitätsanbietern sein, um Frauen unkompliziert und kurzfristig sichere Heimwege zu ermöglichen.

Die Piraten Hilden begründen ihren Vorstoß mit aktuellen Zahlen und rechtlichen Entwicklungen: Die polizeiliche Kriminalstatistik 2024 für den Kreis Mettmann verzeichnete einen Anstieg der gemeldeten Straftaten in Hilden wurden 2024 insgesamt 4.308 Straftaten gemeldet, nach 3.899 im Vorjahr. Zudem ist das Gewalthilfegesetz am 28. Februar 2025 in Kraft getreten, das geschlechtsspezifische Gewalt als Gewalt gegen Frauen definiert und körperliche, sexuelle sowie psychische Gewalthandlungen umfasst.

Vor diesem Hintergrund fordern die Piraten die Stadtverwaltung auf, “konkrete Schutzangebote zu prüfen und ein Gutscheinmodell, wie bereits in anderen Städten in NRW, zu etablieren”. Die Piraten Hilden bieten Unterstützung bei Konzeption und Evaluation an.