Wuppertal. Nach einer Premiere im April 2024 kehrt der Doppelabend “Erwartung / Der Wald” in der Spielzeit 2025/26 an die Oper Wuppertal zurück.
Anlass für die Wiederaufnahme ist unter anderem die Nominierung für die “International Opera Awards” in der Kategorie “Wiederentdecktes Werk” für die Inszenierung von “Der Wald”, wie die Wuppertaler Bühnen mitteilen. Die Wiederaufnahme ist ab Sonntag, 8. Februar, im Opernhaus zu sehen, insgesamt sind nur drei Vorstellungen angesetzt.
Mit Arnold Schönbergs Monodram “Erwartung” und Ethel Smyths Oper vereint der Abend zwei Werke des frühen 20. Jahrhunderts, die den Wald als geheimnisvollen, psychologisch aufgeladenen Raum ins Zentrum stellen. Regisseur Manuel Schmitt verbindet die beiden Stücke im düsteren Wald-Setting zu einer miteinander verwobenen Geschichte, die den Wald als Metapher für die Vielschichtigkeit der menschlichen Seele interpretiert.
In ›Erwartung‹ begleiten wir eine Frau – gespielt von Hanna Larissa Naujoks – auf ihrer verzweifelten Suche nach dem Geliebten durch einen nächtlichen Wald. Eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen Angst, Hoffnung und innerem Abgrund. “Der Wald”. erzählt die Geschichte von Röschen und dem Holzfäller Heinrich, deren Schicksal am Vorabend ihrer Hochzeit eine dramatische Wendung nimmt: die dämonische Jolanthe begehrt Heinrich und versucht, seine Liebe zu erzwingen. In der Wiederaufnahme sind erneut Mariya Taniguchi und Sangmin Jeon als Röschen und Heinrich sowie Edith Grossman als Jolanthe zu hören.
Mit der Wiederentdeckung von Ethel Smyth setzte die Oper Wuppertal bewusst einen Schwerpunkt auf die Etablierung von Komponistinnen, die in der Musikgeschichte lange Zeit aufgrund ihres Geschlechts wenig Beachtung fanden. Die britische Komponistin erreichte erst durch einen Hungerstreik, dass ihr Vater ihr ein Studium in Deutschland erlaubte. Daraufhin studierte sie als erste Frau Komposition am Leipziger Konservatorium. Mit ›Der Wald‹. schrieb Smyth eine deutsche Oper, die 1903 als erstes Werk einer Frau an der Metropolitan Opera New York aufgeführt wurde – und die mit der Premiere in Wuppertal 2024 nach über 100 Jahren Abwesenheit erstmals wieder nach Deutschland zurückkehrte.
Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 15. Februar, sowie am Sonntag, 1. März. Karten sind bei der “KulturKarte” oder auf der Website der Oper Wuppertal unter oper-wuppertal.de/wald erhältlich.


