Ein Mikrofon in einem Sitzungssaal. Foto: pixabay
Ein Mikrofon in einem Sitzungssaal. Foto: pixabay

Erkrath. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 28. Januar einstimmig eine Resolution zur wirksamen Begrenzung der erheblich gestiegenen Kreisumlage beschlossen. Damit fordert der Rat den Kreistag Mettmann auf, im weiteren Kreishaushaltsverfahren 2026 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung alle rechtlich zulässigen Maßnahmen zu nutzen, um eine weitere finanzielle Überbelastung der kreisangehörigen Städte zu verhindern.


Allein für Erkrath erhöht sich die Kreisumlage von rund 29,04 Millionen Euro im Jahr 2025 auf mehr als 33,8 Millionen Euro im Jahr 2026. Zusammen mit der Teilkreisumlage und den Sonderumlagen belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 40,6 Millionen Euro – die zweitgrößte Ausgabenposition im städtischen Haushalt. Der Rat bezieht sich in seiner Resolution auf die gemeinsame Stellungnahme aller kreisangehörigen Städte aus Dezember 2025. Eine zentrale Forderung ist die vollständige Ausbuchung der sogenannten Bilanzierungshilfe in Höhe von rund 30 Millionen Euro gegen das Eigenkapital des Kreises.

Aufgrund der hohen finanziellen Rücklagen des Kreises wäre eine ergebnisneutrale Verrechnung möglich, ohne die Liquidität zu beeinträchtigen. Eine Begrenzung der Umlage würde die Haushalte aller Städte im Kreis spürbar entlasten. Weiterhin fordert der Stadtrat Maßnahmen wie die Nutzung der Ausgleichrücklage und die Prüfung einer Einführung eines globalen Minderaufwands von bis zu zwei Prozent im Kreishaushalt 2026 und mehr Transparenz über die Auswirkungen einzelner Haushaltsentscheidungen auf die Kreisumlage.

Stadtkämmerer Thorsten Schmitz betont: „Die Möglichkeiten sind da. Nahezu alle kreisangehörigen Städte stimmen darin überein, dass der Kreis nun alle bestehenden Möglichkeiten prüfen muss, um die kommunalen Haushalte nicht weiter zu überlasten.“