
Wülfrath. Die Baustelle an der Wilhelmstraße bleibt ein Ärgernis für Geschäftsinhaber. Es gibt keine Parkplätze. Inhaber beklagen massive Umsatzrückgänge.
Seit September erneuern die Stadtwerke an der Wilhelmstraße Gas- und Wasserleitungen. Zunächst war es die Sperrung der Zufahrt in Richtung Diek, die die Inhaber der Geschäfte in Schwierigkeiten brachte. Jetzt sorgt der Bauabschnitt im Bereich der alten Post für weiteren Unmut.
“Ich war schon beim Bürgermeister”, erzählt Salvatore Guidara. Er ist Inhaber des Geschäftes “Service Paradies”, das neben dem Postservice ein breites Sortiment wie Schreibwaren, Geschenkartikel und vielem mehr anbietet. Sein Unternehmen lebt davon, dass die Kundinnen und Kunden “mal eben” vor der Tür halten, ihr Anliegen erledigen und weiterfahren.
Das ist seit geraumer Zeit nicht mehr möglich. Zunächst waren das Service Paradies und die benachbarten Geschäfte davon betroffen, dass Ersatzhaltestellen für Busse vor der Tür eingerichtet wurden und dadurch Parkplätze wegfielen. Nun liegt die Baustelle direkt vor den Geschäften, Parkmöglichkeiten gibt es gar nicht mehr.
„Ich habe einen Umsatzrückgang von über 70 Prozent“, sagt Guidara. Dabei sei zugesagt worden, dass die Baustelle jeweils nur etwa 15 Meter lang sein sollte und abschnittsweise vorangehe. Tatsächlich seien nun jedoch mehr als 50 Meter abgesperrt. Auch auf der Gegenseite werde Baumaterial gelagert, wo eigentlich Parkplätze zur Verfügung stehen könnten.
Andreas Päseler bestätigt, dass die Baustelle derzeit länger ist als ursprünglich vorgesehen. Der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke erläutert den Grund für die Änderung. Man wolle auch mit Blick auf die Gewerbetreibenden schneller fertig werden. Dadurch werde mehr Parkraum in Anspruch genommen als geplant.
Päseler hat nach eigenen Angaben den Oberbauleiter gebeten, die Bereiche zu überprüfen, in denen lediglich Material lagert oder Maschinen abgestellt sind. Ziel sei es, dort zumindest einige Parkplätze zu schaffen. Salvatore Guidara und die anderen Geschäftsinhaber würden sie dringend benötigen. Denn sie fürchten um ihre Existenz.


