Mettmann. Bürgermeister Bär hatte im Dezember angekündigt, dass der Haushalt erst in der Ratssitzung Ende März eingebracht wird. Das hat sicher Vor- und Nachteile. Nun wurde bekanntgegeben, dass es nach der Einbringung keine einzelnen Besuche der Verwaltung bei den Fraktionen geben wird, sondern nur eine große Veranstaltung für alle politischen Akteure. Die FDP kritisiert dieses Vorgehen.
Viele Jahre war es üblich, dass die Kämmerin allein oder mit Begleitung durch andere Verantwortliche der Verwaltung zu individuellen Beratungen die Fraktionen aufgesucht hat. Bei diesen Gesprächen wurden Fragen geklärt oder auch potenzielle Anträge vorbesprochen. Dieses bewährte Verfahren hatte erstmalig die damalige Bürgermeisterin Frau Pietschmann in 2024 abgeschafft. Bereits damals haben die Liberalen dies mehrfach intern und öffentlich kritisiert. Damals wie auch dieses Jahr haben wir beim Bürgermeister noch einmal schriftlich um einen persönlichen Termin gebeten, der nun abgelehnt wurde.
Andrea Metz bemängelt als FDP Fraktionsvorsitzende dieses Vorgehen. “Bürgermeister Bär hat angekündigt, den Haushalt intensiv umzugestalten, da wäre es angemessen, auch den Fraktionen individuell die Gelegenheit zu geben, Themen mit der Verwaltung zu diskutieren”, sagt Metz.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Sterz ergänzt: “Es ist unmöglich in einer Runde mit bis zu 100 Teilnehmern alle Fragen zu besprechen. Zumal die Fraktionen nicht offen ihre Pläne ansprechen werden. Eine schriftliche Einreichung und Beantwortung von Fragen ersetzt nicht den persönlichen vertiefenden Austausch. Wir erwarten hier eine Kehrtwende zu mehr Dialog.”


