Der Konzertchor Ratingen auf der Bühne. Foto: Jürgen Paust-Nondorf
Der Konzertchor Ratingen auf der Bühne. Foto: Jürgen Paust-Nondorf

Ratingen. Ein  Konzertabend am 21. März ab 19 Uhr in der Stadthalle Ratingen mit dem Konzertchor Ratingen unter der Leitung von Professor Thomas Gabrisch verspricht eine Begegnung der Extreme. Im Frühling lädt der Konzertchor Ratingen zu einer musikalischen Reise ein, die gegensätzlicher kaum sein könnte.


Der Konzertsaal der Stadt Ratingen verwandelt sich in einen Ort voller Leidenschaft: Astor Piazzollas vibrierendes Buenos Aires trifft auf die unvergleichliche Wucht von Mozarts “Requiem”. Zu hören ist argentinischer Tango, gefolgt von himmlischer Suche nach Erlösung.

Den Auftakt bildet Piazzollas Werk, mit dem die Sinfonietta Ratingen den Konzertabend eröffnet. Es hat die klassische Form der “Vier Jahreszeiten” ins 20. Jahrhundert katapultiert. In “Las cuatro estaciones porteñas” erklingt der Puls der Metropole Buenos A ires. Es ist Musik voller Sehnsucht, Melancholie und eruptiver Energie.

Für dieses hochemotionale Werk konnte der Ausnahmekünstler Noé Inui als Solist gewonnen werden. Inui, bekannt für seine technische Brillanz und seine Fähigkeit, der Violine eine fast menschliche Stimme zu verleihen, ist die Idealbesetzung für Piazzollas Werk. Er wird die Gratwanderung zwischen klassischer Präzision und der rauen Leidenschaft des Tango Nuevo mit jener Virtuosität meistern, die ihn auf die großen Bühnen der Welt geführt hat.

Nach der Pause wechselt die Szenerie vom Hafenviertel am Rio de la Plata in die Sphären der Unste rblichkeit. Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“ bleibt bis heute eines der ergreifendsten Werke der Musikgeschichte, ein Schwanengesang, der die Zerbrechlichkeit des Lebens und die Hoffnung auf das Jenseits in Töne fasst.

Eine zentrale Rolle nimmt hierbei der Konzertchor Ratingen ein. Das Ensemble, das für seine stimmliche Homogenität und emotionale Tiefe weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt wird, übernimmt die gewaltige Aufgabe, die dichten Chorsätze Mozarts zum Leben zu erwecken. Von der furchteinflößenden Dramatik des „Dies irae“ bis hin zur zerbrechlichen Innigkeit des „Lacrimosa“ – der Konzertchor wird gemeinsam mit der Sinfonietta Ratingen jenen monumentalen Klangteppich weben, der das Requiem so unvergesslich macht.

Unter dem bewährten Dirigat von Thomas Gabrisch wird ein hochkarätiges Solistenquartett die Interpretation vervollständigen. Sabine Schneider, Sopran, wird mit ihrer glasklaren Stimme die lyrischen Momente des „Lux Aeterna“ gestalten, während die Altistin Verena Kronbichler die nötige Wärme und Tiefe für die feierlichen Passagen einbringt. Der Tenor Andreas Post ist für seine rhetorische Kraft und Ausdrucksstärke bekannt. Im Bass wird Sebastian Klein mit seinem profunden Fundament die majestätische Strenge des „Tuba Mirum“ verkörpern.

Dass dieses anspruchsvolle Programm beim Konzertchor Ratingen und ihrem gemeinsamen künstlerischen Leiter Thomas Gabrisch in den besten Händen liegt, ist für das hiesige Publikum kein Geheimnis. Gabrisch versteht es wie kaum ein zweiter, unterschiedliche Epochen und Stile zu einem stimmigen Gesamtkonzept zu verweben.

Der Konzertchor Ratingen hat sein Ticketsystem umgestellt: Ab sofort können Karten über den Webshop des Chores www.konzertchor-ratingen.de bestellt werden.