Erkrath. Die Feuerwehr ist am Montag, 2. März, gegen 23:42 Uhr wegen eines Brandes in einer Tiefgarage zur Winckelmannstraße ausgerückt. Die Leitstelle erhöhte aufgrund zahlreicher Notrufe und der Meldung einer dichten schwarzen Rauchentwicklung bereits beim Ausrücken der ersten Einsatzkräfte einen Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Erkrath auslösen.
Da kurze Zeit später die Information aus einem Notruf vorlag, dass ein Treppenraum der beiden an die Tiefgarage angeschlossenen Mehrfamilienhäuser bereits verraucht wäre, veranlasste der Einsatzleiter die zusätzliche Alarmierung von zwei Löschgruppenfahrzeugen der Feuerwehren Mettmann und Hilden”, berichtet die Feuerwehr Erkrath.
Vor Ort bestätigte sich die Schadenslage und Anwohner informierten die Feuerwehr darüber, dass in der Tiefgarage circa 20 Fahrzeuge und davon drei E-Fahrzeuge abgestellt wären. Weiterhin sollten mindestens zwei elektrische Kleinkrafträder in der Tiefgarage befinden.
Umgehend begannen Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung. Zeitgleich wurden die 18 Wohnungen der beiden Mehrfamilienhäuser durch die Feuerwehr geräumt.
Insgesamt wurden 24 Menschen durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Erkrath und den Notarzt der Feuerwehr Mettmann untersucht. Eine Frau musste kurzzeitig in einem Rettungswagen behandelt werden.
“Der Brand eines E-Kleinfahrzeuges sowie eines elektrischen Kleinkraftrades konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden”, hieß es.
Da beide Fahrzeuge über Lithium-Ionen-Akkus verfügten, die auch eine erhöhte Temperatur aufwiesen, wurden beide Fahrzeug mit der Hilfe eines Bergeunternehmens aus der Tiefgarage geborgen und in einem Spezialbehälter gelagert. Die Tiefgarage musste mit mehreren Überdrucklüftern vom Rauch befreit werden werden.
Da in der Frühphase des Einsatzes die Information vorlag, dass mehrere E-Fahrzeuge in der Tiefgarage abgestellt waren, wurde zusätzlich ein Speziallöschfahrzeug der Feuerwehr Ratingen mit einem Schneidlöschsystem und ein Löschunterstützungsfahrzeug (LUF)des Kreises Mettmann -ein fernsteuerbares Fahrzeug mit einem Kettenantrieb und einem Hochleistungslüfter welches bei Tunnel-, Tiefgaragen- und Großbränden eingesetzt wird- angefordert. Beide Fahrzeuge mussten allerdings nicht eingesetzt werden.
Der zeitaufwändige Einsatz endete erst gegen 4 Uhr. “Bei der Brandursache kann ein technischer Defekt bei einem Ladevorgang nicht ausgeschlossen werden. Es entstand ein erheblicher Sachschaden durch Temperatureinwirkung und Rauchgasniederschlägen an den in der Tiefgarage abgestellten Fahrzeugen”, so die Feuerwehr.


