Die Suche nach einer geeigneten Wohnung kann eine Herausforderung sein. Foto: Symbolbild (pixabay)
Die Suche nach einer geeigneten Wohnung kann eine Herausforderung sein. Foto: Symbolbild (pixabay)

Mettmann. Nach Meinung der SPD Mettmann hat der Planungsausschuss eine Chance beim bezahlbaren Wohnen vertan: Eine Quote für das Projekt „Wohnbebauung auf dem Pfennig“ ist abgelehnt worden. Bezahlbarer Wohnraum dürfe nicht nur Thema in Sonntagsreden sein, kritisieren die Sozialdemokraten.


Im Planungsausschuss der Stadt Mettmann haben die Fraktionen von SPD und Grünen am vergangenen Mittwoch einen gemeinsamen Antrag zur „Wohnbebauung auf dem Pfennig“ im Stadtteil Metzkausen eingebracht. Ziel des Antrags ist es, bei dem
Neubauprojekt eine Quote von mindestens 20 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau
vorzusehen, um auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Neben SPD und Grünen
stimmte auch die MUT-Fraktion dem Antrag zu.

Nach aktuellen Prognosen wird sich der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen in
Mettmann innerhalb der nächsten zehn Jahre etwa halbieren. Mit dem Antrag soll sichergestellt werden, dass bei der Entwicklung des neuen Wohngebiets auch Wohnungen entstehen, die für Menschen mit mittleren und geringeren Einkommen bezahlbar bleiben. SPD und Grüne sehen darin einen wichtigen Beitrag zu einer sozial ausgewogenen Stadtentwicklung.

„Eine Quote von 20 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau ist kein radikaler Schritt,
sondern ein moderater Beitrag zu sozialer Durchmischung“, erklärt der planungspolitische
Sprecher der SPD-Fraktion, Heribert Klein. „Wenn wir neue Baugebiete entwickeln, müssen wir auch Verantwortung dafür übernehmen, dass dort Menschen mit unterschiedlichen Einkommen leben können.“

Die beiden Fraktionen verweisen darauf, dass viele Städte in Deutschland bereits mit
vergleichbaren oder höheren Quoten arbeiten, um bezahlbaren Wohnraum in neuen Quartieren zu sichern.