Velbert. Polnische Oberstufenschüler aus Oberschlesien sind im Rahmen einer Begegnungsreise zu Besuch in Velbert gewesen. Ziel war es, sich mit der gemeinsamen Geschichte auseinanderzusetzen und einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Besuch mehrerer Gedenkorte. So besichtigte die Gruppe die Gräber polnischer Zwangsarbeiter sowie die Grabstätten verstorbener Rotarmisten. Darüber hinaus stand auch die Ostdeutsche Gedenkstätte auf dem Waldfriedhof auf dem Programm. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Joachim Karwoczik, Damian Spielvogel und Tobias Schulz, die vor Ort die historische Bedeutung der beiden Grabstätten sowie der Gedenkstätte erläuterten und in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang einordneten.
Neben dem historischen Programm hatten die Jugendlichen auch Gelegenheit, die Stadt Velbert näher kennenzulernen und eigene Eindrücke zu sammeln.
Im Anschluss setzte die Gruppe ihre Reise nach Ratingen fort, wo das Oberschlesische Landesmuseum besucht wurde. Die Führung übernahm der Direktor der Einrichtung, Dr. David Skrabania, der den Schülerinnen und Schülern vertiefende Einblicke in die Geschichte und Kultur Oberschlesiens vermittelte.
Begleitet wurde die gesamte Reise zudem von der Velberter Ratsfrau Dominika Barszczak, die erst seit wenigen Wochen Mitglied der Landsmannschaft Schlesien ist.
“Solche Begegnungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen den Völkern und stehen im Interesse der Bundesrepublik Deutschland. Die Maßnahme wurde durch das Bundesministerium des Innern finanziell gefördert”, freut sich Damian Spielvogel.


