Wülfrath. Am Dienstag hat der Rat der Stadt Wülfrath Planungsmittel für eine neue Feuer- und Rettungswache beschlossen. Zuvor gab es eine Bürgerinformation.
Die Rettungs- und Feuerwache an der Wilhelmstraße 8 ist 1977 bezogen worden. Damals war sie gedacht für 69 Einsatzkräfte und sechs Beschäftigte. Heute muss die Wache Platz bieten für 167 Feuerwehrleute und 40 Beschäftigte, wie die Wehrleitung auf einer Bürgerinformation jüngst erklärte. Die Zahl der Einsätze ist von 39 (1977) aus 475 im vergangenen Jahr gestiegen. Zahlen, die deutlich machen, dass es zu eng ist auf der Wache.
Aufsichtsbehörden dulden diese Zustände nur, weil die Stadt einen Neubau zugesagt hat, machte die Leitung der Feuerwehr deutlich. Barbara Grädig, seit Oktober Leiterin des Projekts neue Feuerwache bei der Wülfrather Stadtverwaltung, hat bei der Informationsveranstaltung die Zahlen zum Projekt präsentiert.
Der Neubau einer Feuer- und Rettungswache auf dem alten Bahnhofsareal würde – geschätzt – 44 Millionen Euro kosten. Allein der Umbau des heutigen Standorts wäre 4,5 Millionen Euro teurer. Käme der Neubau eines Gerätehauses am Rotdornweg hinzu, würden die kosten 50,6 Millionen Euro ausmachen. In die Schätzungen eingerechnet wurden bereits Kostensteigerungen für einen angenommenen Baubeginn im Juni 2028.
Schon die Zahlen allein sprachen also für einen Neubau der Feuerwache am alten Bahnhof. Feuerwehrchef Benjamin Hann nannte bei der Bürgerinformation zwei weitere wichtige Gründe, die für diesen Standort sprechen: Die Feuerwehr ist künftig näher dran an den meisten Einsatzgebieten. Und weil sich die Anfahrtszeiten für die Wehrleute verringerten, dürfte es in Zukunft auch kürzere Ausfahrtzeiten geben, was auch wichtig sei für Rettungseinsätze.
Der Rat der Stadt Wülfrath hat in seiner Sitzung am Dienstag die Stadtverwaltung beauftragt, die Planung für den Standort alter Bahnhof auf den Weg zu bringen. Das heißt: Die Planungsleistungen kommen in ein Vergabeverfahren. Gesucht wird ein Generalplaner. Voraussichtliches Auftragsvolumen: sechs Millionen Euro, im ersten Schritt sind die Kosten auf 1,5 Millionen Euro gedeckelt.


