Ahmad Jafari hat der FCW reaktiviert, um die angespannte Personalsituation zu beruhigen. Foto: FCW
Ahmad Jafari hat der FCW reaktiviert, um die angespannte Personalsituation zu beruhigen. Foto: FCW

Wülfrath. Unglücklich – so lässt sich der Verlauf des Kellerduells zwischen dem 1. FC Wülfrath und Gnadental in einem Wort zusammenfassen. 


Der 1. FC Wülfrath musste im Vergleich zur Vorwoche einige Umstellungen vornehmen. Toni Zupo und Florian Schikowski fehlten aufgrund ihrer fünften Gelben Karte gesperrt. Zudem war der Kader durch Verletzungen und Ausfälle stark dezimiert: Alex Fagasinski und Tom Pass verletzt, Daniel Ivezic krank, Youpp El Boudihi angeschlagen. Daher reaktivierte der FCW Ahmad Jafari. Der Mittelfeldspieler hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Landesliga und seine Karriere eigentlich bereits beendet. Da er dem Verein aber immer eng verbunden geblieben ist, sagte er sofort zu, auszuhelfen. Auch Lukas Trier rückte nach seiner Pause direkt wieder in die Startelf.

Die Wülfrather waren sich der Bedeutung des Spiels bewusst und begannen von Beginn an konzentriert. Nach rund 20 Minuten erarbeiteten sie sich leichte Feldvorteile und kamen immer wieder in den Strafraum des Gegners – versäumten es jedoch, den Abschluss zu suchen. Ein bekanntes Manko.

In der 30. Minute wurde der agile Gianni Bühring im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Maik Bleckmann souverän zur verdienten Führung. Kurz vor der Pause kam Gnadenthal noch einmal auf und erspielte sich mehrere gefährliche Ecken, die jedoch von der Abwehr und Torwart Marvin Oberhoff stark verteidigt wurden.

Nach der Halbzeit spielte praktisch nur noch Wülfrath und erspielte sich zahlreiche hundertprozentige Torchancen: Saki Xiros scheiterte aus sieben Metern am Torwart, Bleckmann köpfte freistehend drüber, Bühring vergab allein vor dem Keeper, und auch Timo Conde fand im gegnerischen Torwart seinen Meister. Ebrahim Omayrat schoss aus acht Metern über das Tor, und ein Abschluss von Ahmad Jafari wurde sogar von der Linie gekratzt. Gnadenthal kam in der zweiten Hälfte zu keinem einzigen Torschuss.

In der 54. Minute führte ein Konter zum Ausgleich: Arman Corovic fälschte einen ungefährlichen Schuss unglücklich ab – unhaltbar für Oberhoff.

In der 84. Minute fiel dann die Entscheidung: Nach einem Freistoß aus 25 Metern wollte Lukas Trier den Ball klären, traf ihn jedoch so unglücklich, dass er in hohem Bogen im eigenen Tor landete – erneut ohne Abwehrchance für Oberhoff.

Wülfrath warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch wie so oft fehlte das nötige Glück im Abschluss. Damit setzt sich die fast schon tragische Serie der kuriosen Gegentore beim 1. FC Wülfrath fort.