
Kreis Mettmann. 3:12 Minuten – so lange dauert es im Durchschnitt, bis die Mobilen Retter im Kreis Mettmann am Einsatzort eintreffen. Damit sind sie häufig schneller als die per Notruf alarmierten Rettungskräfte. Und die Zahl der Retter steigt stetig an, wie die Kreisverwaltung mitteilt.
In den vergangenen Tagen sind 31 neue Multiplikatoren für die Ausbildung der Mobilen Retter geschult worden, berichtet Heike Rohde, Projektkoordinatorin beim Kreis Mettmann: „Ziel ist es, die Zahl der aktuell über 860 aktiven Mobilen Retter im Kreis Mettmann weiter auszubauen und so die Notfallversorgung in der Region zu stärken.“
Bei den Mobilen Rettern handelt es sich um medizinisch vorqualifizierte Personen, die im Notfall durch die Leitstelle des Kreises Mettmann über eine spezielle App parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag bei lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Stillständen. Durch ihre örtliche Nähe sind sie häufig noch vor dem Rettungsdienst vor Ort und können so frühzeitig mit lebensrettenden Maßnahmen wie beispielsweise der Herzdruckmassage beginnen. Dadurch erhöhen sich die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich. „Jede Minute zählt bei einem Herz-Kreislaufstillstand. Mit den Mobilen Rettern können wir die Zeit bis zum Beginn lebensrettender Maßnahmen erheblich verkürzen“, sagt Heike Rohde.
Die Helferinnen und Helfer engagieren sich dabei ehrenamtlich in ihrer Freizeit – aus der Überzeugung heraus, Menschen in akuten Notlagen schnell und kompetent helfen zu können. Seit Implementierung des Systems im November 2020 wurden bereits mehr als 5.400 Einsätze von Mobilen Rettern übernommen. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich die Teilnehmenden einbringen. Unser Ziel ist es, ein noch dichteres Netz an qualifizierten Ersthelfenden im Kreis Mettmann aufzubauen, um die Überlebenschancen von Betroffenen weiter zu verbessern“, erklärt Heike Rohde.

