Rettungskräfte bei einer Übung. Foto: Volkmann
Rettungskräfte bei einer Übung. Foto: Volkmann

Kreis Mettmann. Jetzt kann es losgehen: Nachdem die Räte der Städte Erkrath und Langenfeld bereits zugestimmt und die Bürgermeister der Städte Erkrath und Langenfeld die öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnet hatten, gab nun auch die Kommunalaufsicht des Kreises grünes Licht für die gemeinsame Beschaffung von Rettungstransportwagen (RTW).


“Die Kooperation zwischen Erkrath und Langenfeld ist ein gutes Beispiel dafür, wie Städte durch interkommunale Zusammenarbeit effizienter und zukunftsorientierter handeln können. Die gemeinsame Beschaffung soll Zeit und Kosten sparen“, erklärt die Landrätin des Kreises Mettmann, Dr. Bettina Warnecke. Erkrath soll fünf Fahrzeuge erhalten, Langenfeld acht.

Rettungswagen werden im Alltag massiv beansprucht und müssen deswegen regelmäßig ausgetauscht werden. Durch die Bündelung der Bedarfe beider Städte erhöht sich das Bestellvolumen und damit die Möglichkeit, günstigere Konditionen zu erhalten. Städte mit kleineren Auftragsvolumina berichten zudem von Problemen, bei den RTW-Bestellungen zeitnah berücksichtigt zu werden. Auch hier erhoffen sich Erkrath und Langenfeld eine bessere Ausgangsposition. Über die Fahrzeugbeschaffung hinaus soll perspektivisch ein gemeinsamer Ersatzfahrzeugpool gebildet werden, der künftig Ausfallzeiten von Fahrzeugen kostengünstiger überbrückt, als dies durch kurzfristige Anmietungen bei spezialisierten Verleihern möglich wäre.

Christoph Schultz, Bürgermeister der Stadt Erkrath, betont: „Die Zusammenarbeit mit Langenfeld ermöglicht es uns, unsere Ressourcen optimal einzusetzen. Ich gehe davon aus, dass das Model zukunftsfähig ist und künftig größere Beschaffungsgemeinschaften möglich werden. Diese kommunale Zusammenarbeit für die gemeinsame Beschaffung von einheitlichen Rettungswagen ist im ganzen Kreis Mettmann denkbar.“

Auch die Stadt Langenfeld teilt diese Sichtweise: „Wir verstehen dieses Projekt als Einstieg in eine vertiefte interkommunale Kooperation mit dem Ziel, Beschaffungsrisiken zu reduzieren und langfristig wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Die gewonnenen Erfahrungen können zudem als Grundlage für eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit weiteren interessierten Nachbarkommunen dienen“, so Gerold Wenzens, Bürgermeister der Stadt Langenfeld.